PersönlichesLyrik
Die falschen Worte.

Es wäre auch zu schön gewe­sen, hätte die Geschichte mit der Froschle­iche kein Nach­spiel gehabt.

Das Leben mit all seinen kom­plizierten Zusam­men­hän­gen ist nicht immer ein faires, und Übereinkün­fte bedeuten nicht immer Einigkeit. Dies voraus­ge­set­zt erfüllt es, wenn ein gemütlich­es Beisam­men­sein, forciert durch die berauschende Wirkung des Alko­hols, dazu führt, dass man sich näher kommt, ohne sich im Voraus der möglichen Fol­gen bewusst gewe­sen zu sein, und nach einem Tag der Ungewis­sheit mit Vor­wür­fen kon­fron­tiert wird, gar die Schuld trägt am gemein­samen Ungewis­sen und der falschen Zweisamkeit zum wom­öglich immer­hin richti­gen Zeit­punkt, und überdies zunächst von einem unver­hofften Drit­ten, der sich als neuer (frisch­er, unver­brauchter) Lebens­ab­schnittsweg­be­gleit­er der doch eigentlich zumin­d­est und aber immer­hin ver­meintlich noch gut befre­un­de­ten Per­son gemein­samen Inter­ess­es zu erken­nen gibt, über diese Unwäg­barkeit­en informiert wird, noch bevor die Dimen­sion des Ver­gan­genen von dann allerd­ings doch let­zter­er schriftlich verdeut­licht und sub­jek­tiv (somit unver­mei­dlich ein­seit­ig) überze­ich­net erläutert und mit Ver­wün­schun­gen und Aus­drück­en der Reue für etwas verse­hen wird, was dann ja eigentlich keine Mis­se­tat, vielmehr ein bei­der­seit­iges Ungeschick war, dann ins­ge­samt auch nicht die Voraus­set­zun­gen für den sprich­wörtlichen Funken Hoff­nung in den gle­ich­falls sprich­wörtlichen schlimm­sten Alb­träu­men bzw. dann eben auch nur Befürch­tun­gen gle­ich­er Beschaf­fen­heit, son­dern bildet die Kulisse für die Sym­phonie der Zer­störung, die nun bekan­nt har­monis­chen Men­schen wie dem Schreiber dieses Textes hier wahrlich nicht zur Erheiterung beitra­gen, hinge­gen sehr wohl zu dem, was der oft zitierte Volksmund mitunter als Depres­sion beze­ich­net, aber sich eher in zeitweis­er Niedergeschla­gen­heit als in dauer­haften psy­chis­chen Schä­den man­i­festiert.

Damit ich irgend­wann sagen kann: Jed­er liebt ein Regengedicht, weil wir oben auf sind und trock­en hin­ter den Ohren und wis­sen, was es heißt, zu zweit zu sein, ganz ohne den Schat­ten eines aller­let­zten Tages, denn wir wis­sen, was es heißt, zu zweit zu sein; und zum Glück fällst du mir nicht mehr ein, wenn ich hier kotze vor Scheißglück­lich­sein. Und die Frage heißt immer nur leben mit dir im Jet­zt oder nie, und ich werde der erste sein — bes­timmt werde ich der erste sein! -, der dich ken­nt. Meine Angst, dass sich alles jet­zt ändert, schlägt meinen Tag tot. Gar nichts mehr bleibt. Das, was wir hier suchen, ist vielle­icht das, was wir schon haben und gar nicht wollen. Das, was wir hier suchen, ist vielle­icht auch gar nicht da.

- The Hirsch Effekt: Epis­tel / Cal­mo

Senfecke:

  1. Äh… also irgend­wie machts du mit deinem Schreib­stil so langsam Thomas Lehr Konkur­renz. Da muss man auch jeden Satz, welch­er meis­tens min­destens eine halbe Seite umfasst, dreimal lesen um ihn zu ver­ste­hen.

  2. Wer ist Thomas Lehr?

    Manch­mal müssen Ideen und Gedanken ein­fach nur raus, die schleife ich nicht erst, die rotze ich gle­ich ins Netz.

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