Es wäre auch zu schön gewesen, hätte die Geschichte mit der Froschleiche kein Nachspiel gehabt.
Das Leben mit all seinen komplizierten Zusammenhängen ist nicht immer ein faires, und Übereinkünfte bedeuten nicht immer Einigkeit. Dies vorausgesetzt erfüllt es, wenn ein gemütliches Beisammensein, forciert durch die berauschende Wirkung des Alkohols, dazu führt, dass man sich näher kommt, ohne sich im Voraus der möglichen Folgen bewusst gewesen zu sein, und nach einem Tag der Ungewissheit mit Vorwürfen konfrontiert wird, gar die Schuld trägt am gemeinsamen Ungewissen und der falschen Zweisamkeit zum womöglich immerhin richtigen Zeitpunkt, und überdies zunächst von einem unverhofften Dritten, der sich als neuer (frischer, unverbrauchter) Lebensabschnittswegbegleiter der doch eigentlich zumindest und aber immerhin vermeintlich noch gut befreundeten Person gemeinsamen Interesses zu erkennen gibt, über diese Unwägbarkeiten informiert wird, noch bevor die Dimension des Vergangenen von dann allerdings doch letzterer schriftlich verdeutlicht und subjektiv (somit unvermeidlich einseitig) überzeichnet erläutert und mit Verwünschungen und Ausdrücken der Reue für etwas versehen wird, was dann ja eigentlich keine Missetat, vielmehr ein beiderseitiges Ungeschick war, dann insgesamt auch nicht die Voraussetzungen für den sprichwörtlichen Funken Hoffnung in den gleichfalls sprichwörtlichen schlimmsten Albträumen bzw. dann eben auch nur Befürchtungen gleicher Beschaffenheit, sondern bildet die Kulisse für die Symphonie der Zerstörung, die nun bekannt harmonischen Menschen wie dem Schreiber dieses Textes hier wahrlich nicht zur Erheiterung beitragen, hingegen sehr wohl zu dem, was der oft zitierte Volksmund mitunter als Depression bezeichnet, aber sich eher in zeitweiser Niedergeschlagenheit als in dauerhaften psychischen Schäden manifestiert.
Damit ich irgendwann sagen kann: Jeder liebt ein Regengedicht, weil wir oben auf sind und trocken hinter den Ohren und wissen, was es heißt, zu zweit zu sein, ganz ohne den Schatten eines allerletzten Tages, denn wir wissen, was es heißt, zu zweit zu sein; und zum Glück fällst du mir nicht mehr ein, wenn ich hier kotze vor Scheißglücklichsein. Und die Frage heißt immer nur leben mit dir im Jetzt oder nie, und ich werde der erste sein — bestimmt werde ich der erste sein! -, der dich kennt. Meine Angst, dass sich alles jetzt ändert, schlägt meinen Tag tot. Gar nichts mehr bleibt. Das, was wir hier suchen, ist vielleicht das, was wir schon haben und gar nicht wollen. Das, was wir hier suchen, ist vielleicht auch gar nicht da.
- The Hirsch Effekt: Epistel / Calmo


Äh… also irgendwie machts du mit deinem Schreibstil so langsam Thomas Lehr Konkurrenz. Da muss man auch jeden Satz, welcher meistens mindestens eine halbe Seite umfasst, dreimal lesen um ihn zu verstehen.
Wer ist Thomas Lehr?
Manchmal müssen Ideen und Gedanken einfach nur raus, die schleife ich nicht erst, die rotze ich gleich ins Netz.