NetzfundstückeNerdkrams
“Warum Linux besser ist” oder: PEBKAC!

(Vorbe­merkung: Ich set­ze neben Win­dows auch diverse Lin­uxdis­tri­b­u­tio­nen ein, entsprechende ver­bale Ent­gleisun­gen wer­den ihr Ziel also ver­fehlen.)

Gewün­scht wurde, dass ich mal wieder über Tech­nik und/oder Schnack­seln berichte. Wie es der Zufall so will, kon­fron­tierte man mich heute mit der Inter­net­seite “Warum Lin­ux bess­er ist”, die gar nicht erst ver­sucht, den Anschein zu erweck­en, objek­tiv die Vor- und Nachteile von Lin­ux abzuwä­gen — vielle­icht wäre “Warum ich Win­dows nicht mag” ein besser­er Titel. Vor­sicht: Ohne parat liegende Brechtüte sollte kein Klick erfol­gen.

Anstelle har­ter Fak­ten find­et man dort näm­lich zuvörder­st viele schöne bunte Bild­chen, die wohl von ihrer Inhalt­sleere ablenken sollen. Ins­ge­samt hat der Autor 27 The­sen zusam­menge­tra­gen, warum Lin­ux “bess­er” — als Win­dows — sein soll, wahrschein­lich, weil ihm partout keine 27 Unter­schiede zwis­chen Äpfeln und Bir­nen ein­fall­en woll­ten, aber auch eine Samm­lung von “FAQ für den Lin­ux-Geek” zusam­mengestellt, in der er unter anderem bekun­det, er selb­st habe nicht viel Ahnung von Lin­ux. So viel sei schon ein­mal ver­rat­en: Von Win­dows anscheinend auch nicht.


These Num­mer 1:

Ver­giss Viren.

Woran man einen Virus erken­nt? Na, ganz ein­fach:

Wenn dein Com­put­er sich sel­ber unge­fragt herun­ter­fährt, wenn komis­che Fen­ster mit Text, den du nicht ver­stehst, und jegliche Art von Wer­bung erscheinen, ohne dass du danach ver­langt hättest, wenn Emails ohne dein Wis­sen zu all deinen Kon­tak­ten ver­schickt wer­den, dann hat dein Com­put­er wahrschein­lich einen Virus. Und der Haupt­grund dafür ist, dass er unter Win­dows läuft.

Nee, der Haupt­grund dafür ist, dass der Benutzer alles anklickt, was nicht schnell genug weglaufen kann, und glaubt, das Schwarzkopieren von Pho­to­shop oder auch nur das Anwen­den inof­fizieller Patch­es sei risikofrei und immer eine gute Idee. Wer unter Lin­ux irgendwelche Ker­nelmod­ule von rus­sis­chen Porno­seit­en instal­liert, dem wird es auch nicht bess­er gehen. Men­schliche Dummheit kann kein Betrieb­ssys­tem besiegen.

Lin­ux hat kaum irgendwelche Viren. Und das nicht im Sinne von „Naja, nicht sehr oft, du weißt schon“. Son­dern im Sinne von „Wenn du jemals von einem richti­gen Lin­ux-Virus gehört hast, sag mir bitte Bescheid“.

Mir bitte Bescheid. Und nur, damit es nie­mand von euch über­sieht: Der Beitrag ist 10 Jahre alt. Seit­dem hat Lin­ux nicht unbe­d­ingt weniger Ver­bre­itung (und somit Attrak­tiv­ität für poten­zielle Angreifer) gefun­den.


These Num­mer 2:

Ist dein Sys­tem insta­bil?

(…) [W]enn du Lin­ux instal­lierst, und dein Sys­tem dann so viel benutzt, wie du willst, und den Com­put­er die ganze Zeit laufen lässt, kannst du ohne Prob­leme jahre­lang so weit­er­ma­chen.

Kann man unter Win­dows auch — allerd­ings ist das Sys­tem, wie es auch heißen mag, irgend­wann hoff­nungs­los ver­al­tet, etwaige Sicher­heit­slück­en inklu­sive. Ohne einen Neustart kann man auch den Lin­uxk­er­nel nicht ein­fach erneuern — kex­ec jeden­falls funk­tion­iert nicht.


These Num­mer 3:

Lin­ux beschützt deinen Com­put­er

Wie die Bun­deswehr ja auch Deutsch­land vor den Tal­iban und der coitus inter­rup­tus vor unge­woll­ter Schwanger­schaft beschützt.

Viren, Tro­jan­er, Adware, Spy­ware … Win­dows lässt diese alle recht ein­fach in dein Sys­tem ein­drin­gen.

Auch hier wieder: PEBKAC — “Win­dows lässt ein­drin­gen”, aber ohne Zutun des Benutzers dringt nor­maler­weise nichts ein. Der “Sasser”-Wurm war eine bekan­nte Aus­nahme, er befiel eine Sicher­heit­slücke in einem Win­dows­di­enst, der von “außen” zugänglich war. Nun empfehle ich meinen Lin­ux nutzen­den Lesern, ein­mal nachzuse­hen, wie viele Dien­ste bei ihnen so von außen zugänglich sind. Es soll­ten einige sein.

Du kannst also entwed­er 1.) eine Fire­wall ein­richt­en, 2.) ein Antiviren­pro­gramm instal­lieren, 3.) ein Anti-Adware-Pro­gramm instal­lieren, 4.) den Inter­net Explor­er und Out­look loswer­den (und sie durch Fire­fox und Thun­der­bird erset­zen) und 5.) beten, dass Pirat­en nicht schlau genug sind, diesen Schutz zu über­winden und dass, wenn eine Sicher­heit­slücke ent­deckt wird, Microsoft weniger als einen Monat braucht, um ein Update zur Ver­fü­gung zu stellen (und das passiert nicht sehr oft). Oder du kannst Lin­ux instal­lieren und von jet­zt an ruhig schlafen.

Der Autor hat 1.) das Konzept ein­er Fire­wall nicht ver­standen, hält 2.) Viren­schutz und 3.) Pro­gramme gegen “Spy­ware” jeglich­er Art für ein wirk­sames Mit­tel gegen die Aus­nutzung noch nicht wei­thin bekan­nter Sicher­heit­slück­en und glaubt, dass 4.) Fire­fox und Thun­der­bird vorhan­dene Lück­en im Sys­tem schließen kön­nen und 5.) Sicher­heit­slück­en in Lin­ux und seinen Anwen­dun­gen — die meist kri­tisch sind — immer unverzüglich behoben und die Fehler­be­he­bun­gen an alle Anwen­der verteilt wer­den kön­nen. Hin und wieder kommt es auch vor, dass Lück­en, wie jüngst im Adobe Read­er, unter Lin­ux erst deut­lich später als unter Win­dows behoben wer­den.

Wirk­lich entschei­dend ist, wie schnell eine Sicher­heit­slücke geschlossen wer­den kann, nach­dem sie ent­deckt wurde. Wenn eine Sicher­heit­slücke in einem Open-Source-Pro­gramm ent­deckt wird, kann jed­er inner­halb der Open-Source-Com­mu­ni­ty einen Blick darauf wer­fen und helfen, das Prob­lem zu fix­en.

Dauert halt manch­mal eine Weile.


These Num­mer 4:

Bezahl keine 200 € für dein Betrieb­ssys­tem

(In der The­senüber­sicht ist noch von 100 Euro die Rede, aber da kann man sich ja mal ein biss­chen ver­rech­nen.)

Bei­des erscheint mir aber etwas über­trieben; 100 Euro kostet Win­dows nur in den etwas “größeren” Aus­gaben für Fir­men und der­gle­ichen. Und die bekom­men Men­genra­batt. Schüler und Stu­den­ten — Leute, bei denen es eben auf jeden Cent ankommt — zahlen nor­maler­weise sowieso nichts für Win­dows, MSDNAA sei Dank.

Die meis­ten Leute erwer­ben eine neue Win­dowslizenz allerd­ings mit einem neuen Rech­n­er zusam­men, nehme ich an. Diese OEM-Lizen­zen (die Verkaufsver­sion liegt sel­ten bei) kosten nochmals weniger, und dass ein neues Sys­tem ohne Betrieb­ssys­tem deut­lich preiswert­er als mit ein­er Win­dows-OEM-Lizenz gebün­delt zu haben wäre, halte ich per­sön­lich für einen Mythos, bis man mir das Gegen­teil belegt. Ver­mut­lich würde es eher teur­er, da der Lizen­zver­trag mit Microsoft dann hin­fäl­lig wäre.


These Num­mer 5:

Frei­heit!

Das ist nun noch kein Vorteil, aber vielle­icht kommt der ja noch?

Du bist von ein­er einzi­gen Fir­ma abhängig und ver­traust ihr voll und ganz an, dass sie etwas so Wichtiges wie heutzu­tage deinen Com­put­er so arbeit­en lässt, wie er soll. Wenn sich Microsoft dazu entschei­den würde, 1000 € für die näch­ste Ver­sion von Win­dows zu ver­lan­gen, gibt es für dich keine Möglichkeit, etwas dage­gen zu tun (außer natür­lich auf Lin­ux zu wech­seln). Wenn Win­dows einen Fehler hat, der dich sehr stört und Microsoft ihn nicht behebt, kannst du dich nur mit dem Fehler anfre­un­den (…).

Während man sich als Nutzer von zum Beispiel Canon­i­cals Ubun­tu Lin­ux unge­fähr fol­gen­den Fak­ten aus­ge­set­zt sieht:

Du bist von ein­er einzi­gen Fir­ma abhängig und ver­traust ihr voll und ganz an, dass sie etwas so Wichtiges wie heutzu­tage deinen Com­put­er so arbeit­en lässt, wie er soll. Wenn sich Canon­i­cal dazu entschei­den würde, 1000 € für die näch­ste Ver­sion von Ubun­tu Lin­ux zu ver­lan­gen, gibt es für dich keine Möglichkeit, etwas dage­gen zu tun (außer natür­lich auf eine andere Dis­tri­b­u­tion oder ein anderes Betrieb­ssys­tem zu wech­seln). Wenn Ubun­tu einen Fehler hat, der dich sehr stört, und Canon­i­cal ihn nicht behebt, kannst du dich nur mit dem Fehler anfre­un­den, falls du nicht pro­gram­mieren kannst. Falls du aber doch pro­gram­mieren kannst und den Fehler beheb­st, wird er mit der näch­sten Aktu­al­isierung deines Sys­tems wieder da sein, bis Canon­i­cal deine Kor­rek­tur übern­immt.

Bei Quellof­fen­heit fließen, wenn ein Pro­jekt oder eine Fir­ma aufgegeben wird, alle Quell­codes zurück in die Com­mu­ni­ty (…).

Dass die Ubun­tu-Gemein­schaft sich rege an der Arbeit des Debian­pro­jek­ts bedi­ent, aber nicht bere­it ist, in gle­ichem Maße auch eigene Verbesserun­gen beizu­tra­gen, ist bekan­nt. Auch bei Lin­uxdis­trib­u­toren gilt offen­sichtlich: Jed­er ist sich selb­st der Näch­ste. Offene Quell­codes sind ein schi­er uner­schöpflich­er Fun­dus, aber warum geben, wenn man stattdessen auch nur nehmen kann?

Frei­heit, die ich meine, …


These Num­mer 6:

Wenn dein Sys­tem instal­liert ist, warum soll­test du dann immer noch Soft­ware nachin­stal­lieren müssen?

Nie­mand muss irgend­was nachin­stal­lieren. Für Briefeschreiben, Solitär und Inter­net­guck­en hat Win­dows bere­its alles an Bord. Wer mehr will, hat die Wahl, was er instal­lieren möchte — unter Lin­ux nen­nt man das “Vielfalt” und “Mod­u­lar­ität”, unter Win­dows ist das anscheinend ein Nachteil. Ich ver­ste­he.

Mit Lin­ux (Ubun­tu, Man­dri­va, Fedo­ra, etc. sind ver­schiedene „Geschmack­srich­tun­gen“ von Lin­ux) bekommst du ohne weit­ere Instal­la­tion als Dreingabe:

  • Alles, was du brauchst, um Texte zu schreiben, Tabellen zu bear­beit­en, schöne Präsen­ta­tio­nen zu erstellen, zu zeich­nen und Gle­ichun­gen zu verän­dern.
  • Ein Web­brows­er (z. B. Fire­fox) und ein Email­pro­gramm (z. B. Thun­der­bird oder Evo­lu­tion)
  • Einen Fotoed­i­tor (GIMP), der fast so umfan­gre­ich wie Pho­to­shop ist.
  • Ein Instant Mes­sen­ger.
  • Ein Video­play­er.
  • Ein Musik­play­er mit Organ­i­sa­tions­funk­tio­nen.
  • Ein PDF-Betra­chter.
  • Alles, was du brauchst, um Archive (ZIP usw.) zu ent­pack­en.
  • Und vieles Weit­ere.

Lin­ux selb­st ist nur ein Ker­nel, stan­dard­mäßig kann man damit nicht mal eine Text­datei anzeigen lassen. Die ver­schiede­nen “Geschmack­srich­tun­gen” (Dis­tri­b­u­tio­nen) sind Zusam­men­stel­lun­gen, die außer dem Ker­nel auch aus­gewählte Zusatzpro­gramme enthal­ten. Während man diese Dis­tri­b­u­tio­nen instal­liert, wer­den diese Pro­gramme also mitin­stal­liert; manch­mal unge­fragt, manch­mal nach Auf­forderung. Es han­delt sich aber eben nur um eine Auswahl. Wenn man zum Beispiel unter Ubun­tu Lin­ux statt Mozil­la Thun­der­bird lieber KMail oder mutt nutzen möchte, kommt man um das Nachin­stal­lieren nicht herum.

Ander­sherum ist es auch möglich, seine eigene Win­dows-Dis­tri­b­u­tion zu erstellen, die genau die Pro­gramme mitin­stal­liert, die man selb­st bevorzugt. An ein­steiger­fre­undlichen Anwen­dun­gen, die dies erle­ichtern, man­gelt es nicht.


These Num­mer 7:

Lin­ux benötigt keine weit­eren Treiber. Alle Treiber sind bere­its im Lin­ux-Ker­nel, dem Kern des Sys­tems, der mit jed­er einzel­nen Lin­ux-Instal­la­tion mit­geliefert wird, inte­gri­ert.

… außer eben Treiber für einige aktuelle WLAN-Chips und der­gle­ichen; und die pro­pri­etären Grafik­treiber des Karten­her­stellers (AMD oder nVidia) sucht man nor­maler­weise auch verge­blich. Und so einen Treiber unter Lin­ux nachzuin­stal­lieren erfordert etwas mehr als einen Dop­pelk­lick auf sein Instal­la­tion­spro­gramm, vor allem dann, wenn man (wegen des nicht erkan­nten WLAN-Chips) nicht ins Inter­net kommt.

Dass die Auswahl der mit­geliefer­ten Treiber nor­maler­weise der Dis­trib­u­tor übern­immt und zum Beispiel Lin­ux Mint mehr Treiber ken­nt als manch andere Dis­tri­b­u­tion, ist dem Autoren auch ger­ade sich­er nur ent­fall­en.


These Num­mer 8:

Update deine kom­plette Soft­ware mit einem einzi­gen Klick.

(…)

Lin­ux hat eine zen­trale Stelle namens „Paket-Man­ag­er“, die sich eben­so um alles küm­mert, was auf deinem Sys­tem instal­liert ist, wie auch um jede Soft­ware, die dein Com­put­er besitzt.

Gut gemeint, lei­der voll daneben. Da hat der Autor noch kurz zuvor über die “Geschmack­srich­tun­gen” von Lin­ux aus­ge­lassen, und jet­zt nimmt er Ubun­tu Lin­ux als pars pro toto her. Wahr ist, dass Win­dows, sofern man nicht nach­hil­ft, in den bish­er veröf­fentlicht­en Ver­sio­nen keinen “Paket­man­ag­er” für Frem­dan­wen­dun­gen besitzt. Falsch ist, dass Lin­ux selb­st einen solchen hat. Slack­ware Lin­ux etwa ken­nt nicht ein­mal ein richtiges Paket­for­mat.

Viel Glück beim Klick­en wün­sche ich.


These Num­mer 9:

Warum Soft­ware ille­gal kopieren, wenn du sie umson­st haben kannst?

Du bist also völ­lig reinen Gewis­sens, du hast alle Lizen­zen erwor­ben *räus­per* für jede Soft­ware, die du je benutzt hast *hust*? Nun, wenn das der Fall ist, her­zlichen Glück­wun­sch :)

Der Autor gibt sich hier impliz­it als jemand zu erken­nen, der kein Prob­lem damit hat, Pro­gramme aus frag­würdi­gen Quellen herun­terzu­laden, ohne dafür zu bezahlen. Zuvor hat­te er ja noch Win­dows dafür die Schuld gegeben, dass ein Win­dows­nutzer ständig mit “Viren, Tro­jan­er, Adware, Spy­ware” und der­gle­ichen kon­fron­tiert wird. Dass ihm das mit der Ursache und der Wirkung auch an dieser Stelle immer noch nicht auf­fällt, betrübt mich ein wenig.

Ich nehme den Glück­wun­sch allerd­ings gern an.

Wenn du Lin­ux laufen hast und freie Soft­ware instal­lierst, wirst du dir darüber (über das Beschaf­fen und Betreiben von Schwarzkopi­en, A.d.V.) niemals wieder Sor­gen machen müssen! Die meiste Freie (wie in Rede­FREI­heit) Soft­ware ist frei (wie in FREI­bier). Du kannst freien Ersatz für den Großteil kom­merzieller Soft­ware find­en.

Wenn mir ein­er mein­er Leser auch nur ein einziges kom­merzielles Pro­gramm nen­nen kann, für das es unter Win­dows noch keinen adäquat­en freien (beliebig definiert) Ersatz gibt, bekommt er ein Fleiß­bi­enchen. Selb­st für Adobes Light­room gibt es mit RawTher­a­pee, UFRaw und der­gle­ichen mehr als genug Alter­na­tiv­en. (Zugegeben: Bei Videobear­beitung müsste ich ger­ade passen.)


These Num­mer 10:

Du brauchst neue Soft­ware? Durch­suche nicht das Netz, Lin­ux besorgt sie für dich.

(…)

Lin­ux hat etwas an Bord, das sich „Paket­man­ag­er“ nen­nt: Jede Soft­ware ist in ihrem eige­nen Con­tain­er (Paket) enthal­ten.

Hier hat der Autor geschum­melt: Dies ist im Wesentlichen ein Dup­likat von These Num­mer 8, meine Rep­lik bitte ich dort zu ent­nehmen.


These Num­mer 11:

Erlebe die näch­ste Desk­top-Gen­er­a­tion.

(…) Lin­ux kann bessere Effek­te darstellen, ist kosten­los und läuft auch auf älteren Sys­te­men.

Lin­ux selb­st kann das nicht, Zusatzpro­gramme für Lin­ux kön­nen das. Betreibt man diese Zusatzpro­gramme auf “älteren Sys­te­men”, wird man an den “besseren Effek­ten” aber nicht mehr viel Freude haben. Wem solche Spiel­ereien Beha­gen bere­it­en, der kann natür­lich auch unter Win­dows etliche Pro­gramme instal­lieren, die sie qua­si nach Belieben ergänzen; oder nutzt gle­ich einen Mac.


These Num­mer 12:

Wenn dir bere­its bekan­nt ist, was Frag­men­tierung ist und es bere­its gewöh­nt bist, deine Plat­te ein­mal im Monat oder so zu defrag­men­tieren, ist hier die Kurzver­sion: Lin­ux benötigt keine Defrag­men­tierung.

Wenn man bes­timmte Dateisys­teme, etwa Reiser4, ver­wen­det, wird man früher oder später fest­stellen, dass auch hier Frag­men­tierung beste­ht, die über das übliche Maß von weni­gen Prozent hin­aus­ge­ht. Üblicher­weise begeg­net man dem, indem man Hin­ter­grund­prozesse mit der Defrag­men­tierung beauf­tragt.

Genau das tut Win­dows seit Vista automa­tisch. An Defrag­men­tierung muss man auch hier nor­maler­weise keinen Gedanken mehr ver­schwen­den.


These Num­mer 13:

So ziem­lich alle Win­dows­nutzer haben den gle­ichen Desk­top. Man kann noch den Hin­ter­grund oder die Far­ben und Deko­ra­tion der Fen­ster ändern (stan­dard­mäßig blau), aber im Grunde ist alles die Win­dows­stan­dard-Benutze­r­ober­fläche.

Blödsinn.


These Num­mer 14:

Win­dows hat einige Design­fehler, weshalb es immer langsamer und langsamer wird und nicht sehr lange durch­hält. Du wirst wohl öfter schon gehört haben, wie jemand sagte „Mein Win­dows ist total zugemüllt, ich werd’s neu instal­lieren“. Eine Neuin­stal­la­tion von Win­dows behebt das Prob­lem … bis zum näch­sten Mal.

Von allein “müllt” nichts und nie­mand Win­dows “zu”. Wer allerd­ings ständig irgendwelche Schwarzkopi­en von zum Beispiel Pho­to­shop instal­liert oder auch ein­fach nur bei jed­er Instal­la­tion auss­chließlich die “Weiter”-Schaltfläche betätigt, der wird schnell einen Geschwindigkeitsver­lust beim Start bemerken. Das ist aber men­schliche Dummheit und kein Ver­schulden von Win­dows.

Im Gegen­teil: Wer unter Lin­ux des Öfteren neue Pro­gramme und vor allem Sys­tem­di­en­ste instal­liert, der wird auch nur allzu bald damit kon­fron­tiert wer­den, dass sein Arbeitsspe­ich­er nicht unendlich groß ist. Auch hier gilt: PEBKAC.

Der Autor dieses Textes hat viele Leute davon überzeugt, auf Lin­ux zu wech­seln (…). Seit dem Tag des Wech­sels haben die meis­ten von ihnen Win­dows ein- bis zweimal im Jahr neuin­stal­liert; Lin­ux dage­gen läuft immer noch schnell und sta­bil wie am ersten Tag.

(Nur, falls noch jemand dachte, die aufgestell­ten The­sen seien objek­tiv zu werten.)


These Num­mer 15:

Tja, sich für Lin­ux zu entschei­den kann dur­chaus einen Ein­fluss auf unsere Umwelt haben:

  • Win­dows und Mac OS wer­den in Schachteln verkauft. Das bedeutet, dass eine nicht unbe­trächtliche Menge an Papi­er und Plas­tik pro­duziert und nach dem Kauf wieder entsorgt wer­den müssen. Lin­ux kann kosten­frei aus dem Netz herun­terge­laden wer­den; hier­bei wird wed­er Papi­er noch Plas­tik ver­wen­det.
  • Unfreie (pro­pri­etäre) Soft­ware für Win­dows und Mac OS wird eben­falls in Schachteln in hiesi­gen Geschäften verkauft, während man die meiste Soft­ware für Lin­ux kosten­frei aus dem Netz laden kann (wieder wird kein­er­lei Papi­er und Plasik ver­wen­det).
  • Da die Min­destanforderun­gen für Win­dows und Mac OS höher und höher wer­den, wer­den viele Com­put­er obso­let und müssten entsorgt wer­den … Aber da Lin­ux selb­st auf sehr alten Maschi­nen recht gut läuft, kön­nen diese für ver­schiedene Zwecke (Spe­icher­platz, Inter­net­zu­griff, Media-Cen­ter usw.) umfunk­tion­iert wer­den, anstatt sie wegzuw­er­fen!
  • Mil­lio­nen von CDs wer­den für Win­dows und Mac OS gepresst und an Ver­brauch­er verkauft. Für Lin­ux muss zwar auch eine CD gebran­nt wer­den (auch wenn Instal­la­tio­nen über das Net­zw­erk, von der Fest­plat­te oder dem USB-Stick dur­chaus üblich sind). Allerd­ings entschei­den sich viele Anwen­der dafür, es auf eine wiederbeschreib­bare CD („CD-RW“) zu bren­nen, die nach der Instal­la­tion für andere Zwecke wiederver­wen­det wer­den kann (anders als bei pro­pri­etären Betrieb­ssys­te­men muss man nach der Instal­la­tion die CD nicht auf­be­wahren, da man sie im Zweifels­fall wieder herun­ter­laden kann).
  • Lin­ux, zum Beispiel open­SUSE, wird in Schachteln verkauft. Das bedeutet, dass eine nicht unbe­trächtliche Menge an Papi­er und Plas­tik pro­duziert und nach dem Kauf wieder entsorgt wer­den müssen. Das macht Mac OS bess­er, da die neuen Ver­sio­nen von Mac OS X auss­chließlich über Apples “App Store” erhältlich sind.
  • Unfreie (pro­pri­etäre) Soft­ware für Lin­ux wird eben­falls in Schachteln in hiesi­gen Geschäften verkauft. Das macht Mac OS bess­er, da alles auch über Apples “App Store” erhältlich ist.
  • Da die Min­destanforderun­gen für Lin­ux und seine Desk­top­umge­bun­gen höher und höher wer­den, wer­den viele Com­put­er obso­let und müssten entsorgt wer­den … Aber da zum Beispiel Win­dows 98 selb­st auf sehr alten Maschi­nen recht gut läuft, kön­nen diese für ver­schiedene Zwecke (Spe­icher­platz, Inter­net­zu­griff, Media-Cen­ter usw.) umfunk­tion­iert wer­den, anstatt sie wegzuw­er­fen!

“Kann denn nicht wenig­stens ein­er endlich mal an die Kinder denken?”


These Num­mer 16:

Keine Hin­tertüren in dein­er Soft­ware.

(…)

Das ist der Grund, warum du sich­er sein kannst, dass Open-Source-Soft­ware keine bösen Dinge hin­ter deinem Rück­en tut: Die Gemein­schaft hat stets ein Auge auf alle Rezepte.

2. Dezem­ber 2010: Hin­tertür in ProFT­PD (unter Lin­ux) eingeschleust, blieb tage­lang unbe­merkt, erlaubte Über­nahme des Sys­tems.
4. Juli 2011: Hin­tertür in vsft­pd (unter Lin­ux) eingeschleust, erlaubte Über­nahme des Sys­tems.

Und so weit­er und so fort. Damit wäre, ganz neben­bei, das mit dem “offen­er Quell­code ist immer bess­er” auch gek­lärt.


These Num­mer 17:

Eines (sic!, A.d.V.) der Vorteile freier Soft­ware (und ins­beson­dere Lin­ux) ist, dass man es mit ein­er richti­gen Gemein­schaft zu tun hat. Anwen­der und Entwick­ler sind wirk­lich da draußen, in Web­foren, auf Mail­inglis­ten, in IRC-Chats, immer bere­it, Neulin­gen zu helfen. Sie alle freuen sich, dass mehr und mehr Men­schen zu Lin­ux wech­seln und helfen ihnen gerne, mit dem neuen Sys­tem zurechtzukom­men.

Men­schen, die ihre Freizeit damit ver­brin­gen, Win­dows­nutzern bei ihren Prob­le­men zu helfen, gab es schon, bevor es Lin­ux gab. An deutschsprachi­gen Hil­fe­foren für Win­dows man­gelt es jeden­falls nicht, eine kurze Suche nach win­dows hil­fe forum mit ein­er Such­mas­chine eur­er Wahl bestätigt das sich­er.


These Num­mer 18:

Zu viele Fen­ster? Benutz Arbeits­flächen.

Wird gemacht.

Ich war nie ein Win­dows­be­nutzer und es gibt eine Sache, die ich ein­fach nicht ver­ste­he: Wenn du erst­mal dein Schreibpro­gramm, deinen Web­brows­er, dein Email­pro­gramm, deinen Instant-Mes­sen­ger und ein paar Fen­ster, um deine Dat­en zu überblick­en, offen hast, wie schafft man es dann als Win­dows­be­nutzer, sich nicht zwis­chen all diesen Fen­stern auf dem­sel­ben Bild­schirm zu ver­lieren?

Wenn das alles wäre, was der Autor nicht ver­ste­ht, würde ich diesen Text hier nicht schreiben. Dass er nie Win­dows benutzt hat, hätte er allerd­ings nicht expliz­it dar­legen müssen — das springt dem Leser ger­adezu ins Gesicht. Übri­gens, wir Win­dows­nutzer haben da ein ganz ein­fach­es Konzept, um den Überblick zwis­chen ger­ade benötigten Fen­stern zu behal­ten: Es heißt “Min­imieren”. Das kann ich nur weit­erempfehlen.


These Num­mer 19:

Kein Riesendurcheinan­der in deinem Start­menü

(…)

Alle instal­lier­baren Lin­ux­an­wen­dun­gen kom­men mit der Infor­ma­tion, welche Art von Soft­ware sie enthal­ten, sodass der Benutzer (das wärst dann du!) über­haupt nichts tun muss, um die App­lika­tio­nen ordentlich in Kat­e­gorien sortiert zu haben[.]

Mit anderen Worten: “Lin­ux” ent­mündigt den Benutzer, seine eigene Kat­e­gorisierung vorzunehmen, und drängt ihm stattdessen vorgegebene Kat­e­gorien auf. Inwieweit alpha­betis­che Sortierung nun ein “Durcheinan­der” verur­sacht, leuchtet mir ger­ade nicht ein; was ich am Win­dows-Start­menü aber sehr schätze, ist die Möglichkeit, nach Belieben eigene Ord­ner und Unterord­ner (“Kat­e­gorien”) anzule­gen und darin aufzube­wahren, was mir ger­ade in den Kram passt.

Übri­gens hat KDE 4 sich­er nicht zufäl­lig ein Such­feld im “Start­menü” spendiert bekom­men: So über­sichtlich ist das mit den Kat­e­gorien eben auch nicht, wenn man pro­duk­tiv damit arbeit­en möchte.


These Num­mer 20:

Warte nicht jahre­lang darauf, dass Bugs behoben wer­den; melde sie und bring sie zur Strecke

Eigentlich ist dies ein Dup­likat von These Num­mer 16, meine Rep­lik bitte ich an dieser Stelle gedanklich einzufü­gen.


These Num­mer 21:

Bist du es leid, deinen Com­put­er ständig neustarten zu müssen?

Hast du ger­ade ein oder zwei Kleinigkeit­en auf deinem Win­dows-Sys­tem mit dem „Win­dows-Update“ aktu­al­isiert? Bitte neustarten. Hast du ger­ade neue Soft­ware instal­liert? Bitte neustarten. Scheint dein Sys­tem insta­bil zu sein? Ver­such neuzus­tarten, wahrschein­lich wird danach alles bess­er funk­tion­ieren.

Den Lin­ux-Ker­nel kann man ohne einen Neustart eben­falls nicht aus­tauschen (siehe These Num­mer 2), und dass die Instal­la­tion eines Pro­gramms zwin­gend einen Neustart erfordert, dürfte auch kaum noch vorkom­men. Wie unter Lin­ux brin­gen manche Pro­gramme lediglich ihre eige­nen Treiber und/oder Dien­ste mit, die in der Regel automa­tisch ihr Werk ver­richt­en. Die weni­gen Aus­nah­men ohne einen Neustart zu laden beziehungsweise zu starten ist sog­ar ein­fach­er als unter Lin­ux, denn Win­dows erfordert kein­er­lei Kon­soleneingaben hier­für.

Ach, ich ver­gaß: Der Autor hat nie Win­dows benutzt. Sollte er vielle­icht mal.


These Num­mer 22:

Win­dows benötigt mit steigen­der Ver­sion­snum­mer (95, 98, 2000, Me, XP, Vista, 7 usw.) mehr und mehr Hard­ware-Pow­er. Wenn du also Win­dows weit­er benutzen willst, musst du ständig neue Hard­ware kaufen. (…) Aber warum soll­ten die meis­ten Nutzer, die im Netz sur­fen, Emails lesen und schreiben sowie Text­dateien und Folien ver­fassen, sich alle zwei, drei oder vier Jahre einen neuen Com­put­er kaufen, außer dass die Händler daran ver­di­enen?

Warum soll­ten die meis­ten Nutzer, die im Netz sur­fen, E‑Mails lesen und schreiben sowie Text­dateien und Folien ver­fassen, ihre gewohnte Arbeit­sumge­bung (zum Beispiel Win­dows 98) aus­tauschen wollen? Wer immer das Neueste haben möchte, der wird auch unter Lin­ux früher oder später bemerken, dass die vorhan­dene Rechenkraft nicht mehr genügt. “Nev­er change a run­ning sys­tem.” Win­dows 7 läuft nicht auf der betagten Kiste? Man muss es nicht benutzen. So ein­fach kann das Leben sein.


These Num­mer 23:

Spiel hun­derte von freien Spie­len

Beina­he alles Nötige habe ich dazu schon unter These Num­mer 9 geschrieben, allen­falls möchte ich noch eine Ergänzung anbrin­gen: Auch an freien Spie­len man­gelt es Win­dows nicht.


These Num­mer 24:

Hilf anderen Län­dern inklu­sive deinem eige­nen
(…)

Bei Freier Soft­ware (z. B. Lin­ux) kön­nte die Wirtschaft (und das IT-Wis­sen) deines Lan­des prof­i­tieren, da eine Menge klein­er und mit­tlerer Unternehmen an die Anforderun­gen der Kun­den angepasste Lösun­gen, Beratung und Sup­port etc. anbi­eten kön­nten.

Men­schen, die wis­sen, wie man Dinge erledigt und das Geld im Land hal­ten, wer­den daraus einen größeren Vorteil ziehen als solche, die nur Schachteln verkaufen, das Geld ver­schick­en und Leute zurück­lassen, die IT nicht wirk­lich ver­ste­hen.

Nun läuft die dig­i­tale Ver­wal­tung in Deutsch­land zu einem beträchtlichen Teil unter Win­dows ab. Das Umler­nen seit­ens aller betrof­fe­nen Mitar­beit­er in Schu­lun­gen kostet wahrschein­lich (berück­sichtigt man den Arbeit­saus­fall) mehr als die Win­dowslizen­zen, die man sich dann sparen würde; von den auf Win­dows zugeschnit­te­nen Spezialan­wen­dun­gen, die öffentliche Ein­rich­tun­gen in der Regel ein­set­zen, ein­mal ganz zu schweigen.


These Num­mer 25:

Benutz MSN, AIM, ICQ und Jab­ber mit einem einzi­gen Pro­gramm.

Aber mit Vergnü­gen.


These Num­mer 26:

Lin­ux hat viele Musik­play­er (wie Amarok, Rhythm­box, Ban­shee usw.) und manche von ihnen sind großar­tig. Teste z. B. Amarok (…): Er ver­wal­tet und spielt deine Musik per­fekt, lernt, welche Stücke du am lieb­sten hörst, ruft automa­tisch deren Titel (und Song­texte) aus dem Inter­net ab und besorgt dir sog­ar das CD-Cov­er!

Ich per­sön­lich finde Amarok, den es seit April 2007 auch für Win­dows gibt, eher mäßig “großar­tig”. An kosten­losen Musik­spiel­ern, als da wären Winamp, foobar2000, 1by1, VLC (der auch Videos abspie­len kann), AIMP und so weit­er, man­gelt es Win­dows jeden­falls eben­falls nicht.


These Num­mer 27:

Bist du es leid, ein Ther­mome­ter draußen am Fen­ster zu haben und es zu über­prüfen, bevor du raus gehst? Wirf ein­fach nur einen Blick auf den Lin­ux-Bild­schirm und behalt das Wet­ter im Auge[.]

Wir Win­dows­nutzer ken­nen ja einen geheimen Trick: Wenn wir wis­sen wollen, ob es kalt ist, machen wir das Fen­ster ein­fach auf. Selb­stver­ständlich kön­nen wir aber auch eine Wet­ter­anzeige nutzen, falls wir im fen­ster­losen Keller­raum leben.


Warum Lin­ux nun bess­er ist, weiß ich immer noch nicht, und der Autor scheint auch nicht mehr zu wis­sen. Wenn die 27 The­sen (die Dup­likate mit­gezählt) ein Anlass zum Umstieg sein sollen, haben sie ihr Ziel jeden­falls gründlich ver­fehlt.

Aber so sind sie, die fanatis­chen Lin­uxjünger: Ein Betrieb­ssys­tem ist für sie nicht bloß Mit­tel zum Zweck, son­dern ihr Heilig­tum. Vor religiösem Wahn ver­liert man da schon mal die Boden­haf­tung. Preiset den HEr­rn Tor­valds und ver­fol­get die Ungläu­bi­gen, auf dass sie geheilt wer­den von ihrem Fluch. Amen?

Senfecke:

  1. hal­lo

    Als Win­dows und Lin­ux Nutzer habe ich mit viel Spass diesen Beitrag gele­sen. Ich werd sich­er noch öfters hier rein­schauen! :)

  2. Falls du aber doch pro­gram­mieren kannst und den Fehler beheb­st, wird er mit der näch­sten Aktu­al­isierung deines Sys­tems wieder da sein, bis Canon­i­cal deine Kor­rek­tur übern­immt.

    Nicht zwin­gend. Ich kann das Paket was den Fehler verur­sacht auch wegschmeis­sen und mein eigenes ver­wen­den.

    (beliebig definiert)

    Naja, biss­chen in die Trick­kiste gegrif­f­en? Beliebig definieren kann man viel. Trotz­dem ist Gimp keine wirk­liche Alter­na­tive zu PS/FW, Pid­gin zu Miran­da, Xchat zu Mirc. Kann man schön bis auf’s Mess­er disku­tieren, wurde aber schon zur Genüge, deswe­gen müssen wir das hier nicht von vorn anfan­gen ;)

    Anson­sten: Top-Liste, viel Stuss schreibt der gute Junge. Ich bezwei­fle allerd­ings, dass der allzu lang auf ’ner Lin­ux-dis­tri unter­wegs wäre. Der is let­zte Woche von Win­dows Vista gewech­selt und muss sich jet­zt beschwören dass das richtig war, obwohl er total abkotzt…

  3. Die “beliebige Def­i­n­i­tion” erwäh­nte ich, weil auch der Autor “freie Rede” und “Frei­bier” munter durcheinan­der­wür­felt. Übri­gens: GIMP ist eine Alter­na­tive zu Pho­to­shop, vor allem, wenn du es mit Plu­g­ins voll­stopf­st — aber nur, bis du mal Pho­to­shop gese­hen hast. (Ich mag Pho­to­shop trotz­dem nicht.)

    Nach­trag: Erk­lär mal einem Laien, wie er defek­te Pakete iden­ti­fizieren und Ersatz find­en kann.

  4. das mit dem Laien ist mir wohl klar, aber Du sprachst nicht von einem :p

    Zu Gimp vs PS sag ich wie gesagt nix, jedem so umständlich wie er’s braucht.

  5. Ich wün­schte mir Tech­nik und keine Blas­phemie. Bei Schwarzkopi­en von zum Beispiel Pho­to­shop kennst Du Dich ganz offen­sichtlich richtig gut aus.

  6. :winken:

    ‘tux­pro­ject’ und ‘tux’ klingt wie ein nick von einem Pin­guin-Fanatik­er.

    Außer­dem muß kein­er Ubun­tu benützen. Er kann auch Fedo­ra, Arch­lin­ux, Debian oder son­st was benutzen. Jede dieser Dis­tris enthält unge­fähr diesel­ben Pro­gramme. Man muß auch nicht KDE4 benützen. Man kann stattdessen auch XFCE4 benützen. Arch­lin­ux + XFCE4 läuft bei mir auf ein­er 12 Jahre alten Büchse. Im Augen­blick arbeite ich damit viel lieber als mit WinXP. Let­zteres braucht etwa 2 Minuten für den Start. Dann poppt unnd bim­melt das Ding andauernd, weil diese Soft­ware aktu­al­isiert wer­den möchte und jene die käu­fliche Vol­lver­sio­nen anpreist. Und wenn man, um endlich Ruhe zu bekom­men, mal auf OK drückt, dann aktu­al­isiert sich das Ding und ver­sucht dann den Rech­n­er neuzus­tarten, und reißt mich aus der Arbeit her­aus. Instal­la­tion von Pro­gram­men ohne anschließen­den Neustart ist eher ungewöhn­lich; stört mich aber nicht so sehr wie der Aktu­al­isierungswahnsinn, der mich bei der Arbeit stört.

    Anson­sten hast Du natür­lich recht. Diese Pin­guin-Fanatik­er ner­ven.

  7. Ach, nein, ein Fanatik­er bin ich nicht. Ich mag nur Pin­guine. :)

    Fedo­ra enthält nicht unge­fähr diesel­ben Pro­gramme wie Arch Lin­ux. Nur, weil das GNU-User­land über­all drin­steckt, heißt das nicht, dass man die Dis­tri­b­u­tio­nen beliebig aus­tauschen kön­nte.

    Instal­la­tion von Pro­gram­men ohne anschließen­den Neustart ist eher ungewöhn­lich;

    Ich frage mich ern­sthaft, was du für Pro­gramme ein­set­zst.

    stört mich aber nicht so sehr wie der Aktu­al­isierungswahnsinn, der mich bei der Arbeit stört.

    Dein Prob­lem ist, dass Win­dows Sicher­heit­sak­tu­al­isierun­gen bekommt? Na dann: Win+R — “services.msc” — Win­dows Update — been­den.

  8. Fedo­ra enthält nicht unge­fähr diesel­ben Pro­gramme wie Arch Lin­ux. Nur, weil das GNU-User­land über­all drin­steckt, heißt das nicht, dass man die Dis­tri­b­u­tio­nen beliebig aus­tauschen kön­nte.

    Dafür gibt es gcc, make & Co.

    Ich frage mich ern­sthaft, was du für Pro­gramme ein­set­zst.

    Lexware-Steuer­ber­atungssoft­ware, AntiVir-Dings­bums, Python+Reinteract+Gtk+…, Google-Chrome, irgend­soein Wirtschaftssim­u­la­tion­spro­gramm, Adobe-Flash­play­er und Adobe-Acro­bat-Read­er, SUN-Java, Apple-Quick­time (fürchter­lich!) und vieles andere.

    Dein Prob­lem ist, dass Win­dows Sicher­heit­sak­tu­al­isierun­gen bekommt? Na dann: Win+R – “services.msc” – Win­dows Update – been­den.

    Nö, das Win­dows-Update geht diskret von­stat­ten und unter­bricht mich nicht bei der Arbeit. Dieser Lexware‑, AntiVir- und Adobe-Krem­pel und der Krem­pel von anderen Fir­men, der nervt. Übri­gens ist Updat­en unter Lin­ux meis­tens entspan­nen­der, u.a. weil das gesamte Sys­tem mit allen seinen Anwen­dung­spro­gram­men in einem Zug aktu­al­isiert wird. Bei Arch­lin­ux muß man danach natür­lich die Kon­fig­u­ra­tion repari­eren.

  9. “gcc, make & Co.”, eben das GNU-User­land, aber das ganze GUI-Brim­bo­ri­um nicht. Übri­gens: Nie­mand zwingt dich, die einge­baut­en Aktu­al­isierungs­di­en­ste der Pro­gramme zu ver­wen­den. Auch nicht unter Win­dows.

  10. Ich stimme dem Schreiber des Artikels zu. Ich bitte ihn jedoch, “Lin­ux-Jünger” nicht zu ver-all­ge­mein­ern.

    Ich sel­ber nutze Lin­ux seit nun mehreren Jahren, jedoch weil es genau das hat was ich brauche. So wie ich Win­dows nutze, weil ich gewisse Dinge von Win­dows brauche.

    Noch etwas zum The­ma Frei­heit: Wer “frei” sein will, der soll so frei sein, sich einen 8052 Basic Inter­preter zule­gen und sich seinen Rech­n­er sel­ber löten + sel­ber pro­gram­mieren. Ich per­sön­lich respek­tiere Microsoft — für die Arbeit die sie in der Ver­gan­gen­heit geleis­tet haben und für dass, was sie in Zukun­ft noch leis­ten wer­den. Eben­so respek­tiere ich Linus, für seine über­ra­gende Arbeit an einem Ker­nel. Ach und übri­gens ;) Lin­ux war eigentlich nie als freier Ker­nel gedacht o; Selb­st Linus wollte eigentlich Kom­merz daraus beziehen.

    Ich finde Geld ehrlich gesagt däm­lich. Es verur­sacht viele neg­a­tive Dinge. Aber würde man es umdrehen: Ohne Geld würde wohl min­destens genau so viel schiefge­hen.

    Danke für deinen Blog-Post über diese schreck­liche Seite. Sie ist DER Beweiß wie blöd manche Nutzer sind. Wer auch immer meint “Lin­ux ist die erleuch­tung” der hat wohl wed­er Ahnung von Betrieb­ssys­te­men noch von deren Gebrauch. Jedes Sys­tem ist für eine bes­timmte Nutzer­gruppe, für einen bes­timmten Zweck, etc am besten geeignet.

    Es bleibt jeden selb­st über­lassen, welch­es Sys­tem er nutzt. Wir brauchen keine Pro­pa­gan­dis­ten.

    LG, Anony­mous

  11. Ich ver­all­ge­meinere nicht, “Lin­uxjünger” sind eben die, die Lin­ux als Reli­gion betra­cht­en. Die muss man nicht ver­all­ge­mein­ern, das kön­nen sie schon ganz gut allein, etwa durch ihre Präsenz.

    Laut dem Buch “Just For Fun” hat­te Linus eigentlich nicht mal eine großräu­mige Ver­bre­itung im Sinn. Was stimmt denn nun?

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