Wie wohl die meisten Jugendlichen meiner Generation durchlebte auch ich im Laufe meiner musikalischen Sozialisation eine Phase, in der ich des Öfteren Zeit mit Punks verbrachte, und obgleich ich mich ihrer überwiegenden politischen Radikalität — wie man als Jugendlicher eben so ist: Widerstand ist Lebenszweck — nicht anschloss, so besitze ich doch bis heute einige musikalische Andenken an jene Zeit in Form von CDs der Hamburger Musikgruppe Slime.
Als unlängst die neuen vermeintlichen Erkenntnisse zum “Bundestrojaner” bekannt wurden, wäre dies eigentlich eine gute Gelegenheit gewesen, sich nochmals inhaltlich mit jenen Liedern zu beschäftigen, aber auch nach einer Dekade Bedenkzeit erschien mir plumpes “Mollis und Steine gegen Bullenschweine” noch zu niveaulos und undurchdacht.
Also höre ich stattdessen etwas völlig anderes:
Viel besser!




Wenn ich die Chili Peppers live höre, denk ich immer, sie sollten den Affen rauswerfen und fantastische Instrumentalmusik machen.
Was macht eigentlich Ey Lou Flynn, wenn er den Affen rauswirft?
Nein, im Ernst: Der Herr Sänger agiert mitunter wirklich etwas theatralisch.
Ich find in musikalischer Hinsicht einfach das besser, was die Instrumentalisten machen…
Der Sänger hat auch einzig die Aufgabe, dies zu untermalen, richtig?