Ab und zu kommt es vor, dass mir im ÖPNV Personen den Freiraum nehmen, die sich in keine der drei Hauptkategorien eindeutig einordnen lassen; die sprichwörtlichen Ausnahmen von der Regel sozusagen. Heute machte ich Bekanntheit mit einer auch mir noch unbekannten Spezies.
Der Jungmensch, augenscheinlich weiblich und etwa 17 Jahre alt, war schon zu hören, bevor er eingestiegen war. Möglich machte dies die offene Konstruktion der beiden Ohrhörer, mittels derer er, wie deutlich vernommen werden konnte, elektronische Tanzmusik in ungesunder Lautstärke konsumierte. Nun gehört es ja zu einem unschätzbaren Vorteil dieses Typs Schallausgabe, dass man seine Mitmenschen nicht mit seinen eigenen musikalischen Vorlieben konfrontieren muss, der sich prompt verflüchtigt, entscheidet man sich für die offene Variante; es ist schon erstaunlich, wie hochqualitativ Musik heutzutage aus diesen Geräten erschallen kann, nur leider auf der falschen Seite. Und man kann ja auch nur schwerlich etwas dagegen unternehmen (wollen), Musikgenuss ist jedem freigestellt. Den Jungmenschen darauf anzusprechen ist im einigermaßen voll besetzten Verkehrsmittel und zumal quasi als Gegenreiz zur noch immer in eindrucksvoller Lautstärke flirrenden Tonabfolge auch nur wenig Erfolg versprechend erschienen; so blieb, wie üblich, nur tapferes Augenrollen, stets bedenkend, ob man selbst sich von Dritten vom ungestörten Musikgenuss abbringen lassen würde, also eben nicht. Ich benötige unbedingt wieder brauchbare Kopfhörer. Mift.
(Abgesehen davon gehörte der Jungmensch übrigens der zweiten Kategorie an.)
Apropos sprichwörtlich: Jemand sollte den Besitzern der auch nach Jahren noch immer häufig neu eröffnenden Geschäfte, deren Namen mit “Mc” oder “Mac” beginnen, einmal zu verstehen geben, dass schottische Namen sprichwörtlich zwar auf eine gewisse Sparsamkeit hindeuten, dass es allerdings für die potenziellen Kunden eines sparsamen Schotten nur wenig einladend ist, wenn er sich schon vor dem ersten Betreten des Geschäfts als Geizhals zu erkennen gibt. (Da doch “McDonald’s” auch mehr für sparsame Qualität als für preiswertes Angebot steht, wie längst bekannt sein dürfte; aber was soll’s.)
Eine beachtenswerte Fußnote: eMule beba 2.60 ist fertig.



“Spaßig” wird das Ganze erst, wenn aus den Ohrhörern türkisches Gejaule quillt…, weiß Du?
Aufs Maul, isch schwör?