Es ist Montag. Dreierlei Nachtrag zu meinem jüngsten Ausflug nach London sei mir zugestanden: Fliegen ist mit seinen unschönen Auswirkungen auf mein körperliches Wohlbefinden – ich werde das mit dem Druckausgleich wohl mein Leben lang nicht so recht anzuwenden verstehen – und der mit ihm längst untrennbar verbundenen „Sicherheits“-Paranoia auch ein Vierteljahrhundert nach dem Verschwinden zweier grässlich gestalteter Türme eine noch unbefriedigendere Art des Reisens als Bahnfahren (ich werde dieses Flugzeug unter Zuhilfenahme einer kleinen Flasche voller Mineralwasser in meine Gewalt bringen, har har), ich habe unabhängig davon, wie lange ich dort bin, immer genau einen Tag zu wenig Zeit, um alles zu erleben, was es zu erleben gilt, und Deutschland wirkt jedes Mal, wenn ich zurückkehre, noch ein bisschen dröger, wenn nicht gar: verschlafener.
Belgien und Dänemark machen jedenfalls das nicht mit mir.
(Derweil in der Schweiz: Polizei? Ach was! Wir kümmern uns selbst um Vergewaltiger!)
Medienkritik aus Russland (Allergikerwarnung: .ru): Ukrainische Drohnen hindern ukrainische Einwohner an der Flucht aus einer von selbigen Drohnen eingeschlossenen Stadt, Schuld an den humanitären Folgen sei ausweislich des „SPIEGELs“ der Russe. Machste nix.
Kurze Durchsage aus der Tanzmusikszene: Der Tanzboden im Techno-Club, das ist nicht der main floor, denn dieser ist das Klo.
Die Toilette hat sich vom existenziellen Abort zur performativen Darbietung transformiert.
Technoskeptiker, wie ich es nun mal bin, könnten daraus jetzt despektierliche Kommentare zu Technoschuppen ableiten. Ich überlasse das dem Kommentariat. – Zum quasi gleichen Thema auch bzw. hihi: Anscheinend kann man den Leuten ironisch mit Liedern von Taylor Swift drohen und sie glauben das dann. Ich kann das verstehen. Popmusik richtet bisweilen größere Schmerzen an als ein durchschnittlicher Zahnarztbesuch.
Schmerzfrei: Musik (gut).
Guten Morgen.





Despektierliche Kommentare? Aber immer gerne doch! Also: wär ich Wiener, dann riete ich dem oben zitierten Latrinenlyriker von LOOP RITUALS, scheiss’n zu gehn. Da ich keiner bin, empfehle ich dem Herrn hiermit den Rückzug in den Uterus, und zwar, wenn’s recht ist, einen möglichst wortlosen.