Es ist Montag. Ich grüße denjenigen meiner Leser, der heute früh genörgelt hat, dass ich nach seinem Dafürhalten zu selten einen neuen Beitrag veröffentliche. Dazu vielleicht Folgendes: Ätsch.
Softwareempfehlung im Vorbeigehen: noScribe ist eine ziemlich gute Software zum Zwecke der Verschriftlichung gesprochenen Wortes. Läuft wahrscheinlich nicht unter Plan 9, aber sonst unter manchem. — Anderweitige Soft- und/oder Hardware: Auf reddit gibt es neuerdings eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die mit einem Chatbot etwas führen, das sie für eine Beziehung halten. Bestimmt lässt sich daraus etwas lernen. Ich weiß nur nicht so genau, was.
Apropos Gesprochenes: An den sprachlichen Umtrieben derer, die es gut meinen, verwirrt mich immer noch am meisten die kühne These, dass, was irgendwie eklig anmutet, einfach nur — freilich in etwas, das sich als Englisch tarnt — übersetzt werden müsse, weshalb heute von „Menschen von Farbe“ (i.e. people of colo(u)r) die Rede ist, weil „man“ „das Wort“ nicht mehr sagt, und von „Consultants“, wo doch „zweckfreie Labertasche“ auch gereicht hätte; was mich zu der Frage führt, was man dann eigentlich macht, wenn das Englische „wegen Trump“ dann jetzt auch nicht mehr geht. Doch lieber wieder Französisch, wie früher?
Ebenfalls wie früher: In Braunschweig möchte sich der Tötungskonzern Rheinmetall ansiedeln. Ich möchte ja nicht unken, aber letztes Mal, als Braunschweig ein für die Rüstung relevanter Standort war, war Braunschweig danach großteils weg. — Mehr oder weniger aus demselben Schoß gekrochen: Die CSU möchte eure Fotos nutzen, um damit eine Terroristenkartei zu füllen. Ob es die Herzchen auf Instagram hinterher wert gewesen sein wird? Ich vermute: Nein.
(Nebenbei: Wenn ich deutscher Tugendwächter wäre, störte mich die Aussicht darauf, dass der Nachwuchs zwecks Mordens an die Front geschickt wird, ja deutlich mehr als die Vermutung, dass der Nachwuchs sich gepflegt einen hobelt, und ich protestierte insofern energisch gegen den Auftritt der elenden Bundeswehr in Schulen, aber doch nicht gegen irgendwelche Hobelwebsites; bin ich ja aber nicht. Prioritäten sind ja immer so eine Sache. Wenn mich also diesbezüglich jemand für den Posten vorschlagen würde: Meine erste Amtshandlung wäre die Kündigung. Aus Protest.)
Apropos Herzchen beziehungsweise Herzilein: Am Wochenende erfuhr ich, dass die Wildecker Herzbuben sich bereits im März getrennt haben. Ich könnte ja jetzt, als Montagsmusik…
Mache ich aber nicht.
Guten Morgen.




Nachtrag: https://www.youtube.com/watch?v=FT7CCeUskyg
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Das Pornoverbot kommt ja nicht von ungefähr. Wie hieß es beim Bund so schön: Bumsen macht die Beine schwach! Da wird doch dann nichts mehr, mit dem 3. Weltkrieg.
Machs dir, so oft du magst.Und wer bitteschön braucht denn Braunschweig?
PS.
Perrrrrsonne noirrrrrre!!!
“Mache ich aber nicht.”
… danke
Banause.
Im Tourbus des “Herbstfestes der Volksmusik” (ARD), in dem für die zwei Fettsäcke extra zwei Sitzreihen umgebaut waren, ging es (vor 2483 Jahren wohlgemerkt) in pharmakologischer Hinsicht durchaus hoch her. Der entsprechende Apotheker, der immer im PKW hinterherfuhr, kannte die besonderen Wünsche seiner Patienten sehr genau, und lieferte alles im Handumdrehen — auch ohne Rezept! Wenn’s mal an eine Grenze ging, gab es unter der Küchenzeile (mit dem Ding für heiße Würstchen etc.) eine kleine Schublade; die Hunde haben dann tatsächlich eine kleine Bockwurst bekommen! Die Herzbübchen waren also nicht nur deshalb so schlank. Goldene GEZ-Zeiten!
Ich glaub, du bist ein Neidhammel!