Durch die sozialen Medien wird momentan wieder ein Terminfindungswerkzeug des digitalcourage e.V., bekannt durch seine datenschutzfeindliche Website getrieben, über das im Januar 2020 folgende Pressemitteilung rausgegeben wurde:
Digitalcourage ruft alle, die im Internet Websites betreiben, verantworten oder programmieren auf, Dienste im Netz auf Datensparsamkeit und Datenschutz zu optimieren und nicht Bequemlichkeit und Datensammelei in den Vordergrund zu stellen. (…) „Bisher konnten wir kein Umfrage-Tool vorbehaltlos empfehlen“, sagt Christian Pietsch von Digitalcourage. „Deshalb haben wir selbst eins aufgesetzt, von dem wir wissen, dass es maximal datensparsam arbeitet und auf integrer Hardware läuft.“
Setzt man nun also — wie vom Verein weiterhin empfohlen — eine JavaScript-Blockade ein und versucht den maximal datensparsamen Terminsucher aufzurufen, der ja im Wesentlichen nichts anderes als ein paar HTTP-POST-Anfragen verarbeiten muss, passiert das hier:
Ich werde manchmal gefragt, warum ich den digitalcourage e.V., anders als so viele andere durchaus auch techniknahe Menschen, nicht als netzpolitisch kompetenten Verein empfinde. Ich wünschte, ich hätte darauf keine Antwort.


![[missing key: Step 1.Javascript is disabled on your browser. Its activation is required to create a poll.]](https://tuxproject.de/blog/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-30-um-14.48.38-1024x191.png)
Was hat Datenschutz mit JavaScript zu tun? Ich meine, ist schon klar, wenn man keine Computer einsetzt hat man auch kein Problem mit digitalem Datenschutz, aber soll das wirklich der Weisheit letzter Schluß sein?
Das Ausführen von Code fremder Leute auf dem eigenen Rechner ist das Gegenteil von Datensparsamkeit.
Auf deiner Seite hier läuft doch allerhand JS…
Und da ist doch generell erstmal nichts schlimmes daran. Was das JS eventuell macht, kann unter Umständen böse sein. Aber deshalb ist doch JS an sich nicht böse.
Und wenn du hier JavaScript abschaltest, wird genau was einfach so nicht mehr funktionieren?
Keine Ahnung! Hab jetzt keine große Lust dieses fürchterliche HTML durchzulesen.
Ich würde vermuten, daß es nicht mehr geht, diese Smileys einzufügen. Und die Senf-Buttons, vermutlich ebenso nicht. Der Scrollbalken am oberen Rand sicherlich auch nicht. Das sind die einfach sichtbaren Dinge. Was dann sonst noch kaputt geht, kann ich so nicht einschätzen…
Die Kernfunktionalität des Kommentarformulars — Text per HTTP POST irgendwo hinspeichern — bleibt jedoch erhalten. Einer der Gründe, warum ich übrigens immer noch WordPress einsetze. Statische Blogsysteme haben so was schon bauartbedingt nicht.
Ich finde es scheußlich, JavaScript ohne technische Notwendigkeit als Pflicht für ein Formular zu betrachten.
Zurücksenfen dürfte ebenso nicht mehr gehen, und je länger ich darüber nachdenke, wird das Kommentieren an sich wohl auch mächtig leiden…
Dieser “Balken der zeigt wie weit schon runtergescrollt wurde” Bullshit liegt auf der Rangliste der unnützen Erfindungen auf jedenfall sehr weit oben.
Übrigens:
Die Kommentarabo-Link laufen ins Leere:
Stimmt. Aber warum?
Das Problem mit den Smilies und den Buttons unten ist recht einfach lösbar, wenn man die per JS einbindet.
Klingt lustig, ist aber ernst gemeint.
Alternativ könnte man den Smilies auch title= verpassen, damit Datensparsamkeit ernstnehmende Konsumenten wenigstens die jwlg. Code rausfinden.
Noch mehr Offtopic: wer das Fehlen eines Ladebalkens als problematisch ansieht, nunja, da fällt mir auch nix mehr ein.
Das zurücksenfen“problem” ist real aber ohne JS lösbar. Frag mich keiner wie.
Gute Idee: Ich könnte da mal was umbauen beizeiten. Zum Zurücksenfen: Vermutlich mit CSS.