Piratenpartei
Vorüberlegungen zum #BPT182

Bereits zum zweiten Mal – zuvor im März 2017 – trifft sich die Piratenpartei Deutschland am kommenden Wochenende in der Heinrich-Heine-Gesamtschule („Heinrich Heine Gesamtschule”, war wohl ein Budgetname) in Düsseldorf, um über Ferkelpenisse, Lizenzen und Ackerbau zu diskutieren. Dass unter den eingereichten Anträgen einige sind, denen ein liberal denkender Mensch unmöglich guten Gewissens zustimmen kann, etwa die Forderung nach einer supranationalistischen EU, steht, wie von dieser Partei gewohnt, außer Frage. Zuvor muss jedoch ein völlig neuer Bundesvorstand gewählt werden, da der bisherige heillos zerstritten ist. Das geht so weit, dass erst vor wenigen Wochen das Bundesschiedsgericht und, wie man andernorts lesen konnte, ein ordentliches Berliner Gericht den amtierenden Bundesvorstand dazu zwingen mussten, der gewählten politischen Geschäftsführerin die weitere Erfüllung ihrer Aufgaben zu ermöglichen, was eines seiner Mitglieder zu der Äußerung (lokale Kopie) veranlasste, man werde mal sehen, ob man Lust darauf habe, sich an Satzung und Parteiengesetz zu halten. Inmitten dieses Brimboriums nahm der stellvertretende Bundesvorsitzende, ein „Zahlen- und Zukunftsexperte”, seinen Hut – nur um in der aktuellen Kandidatenliste, als wäre nichts gewesen, als möglicher neuer Bundesvorsitzender wieder aufzutauchen. Auch das Generalsekretariat wird vermutlich mangels Kandidaten nicht völlig anders besetzt werden, woraus man folgern könnte, dass die Achtung vor demokratischen Grundregeln beim Aufstieg in der Piratenpartei eher hinderlich ist.

Worüber ich mich aber eigentlich auslassen wollte, ist, dass dieselbe Partei, deren Lieblingsthemen gerade Geldgeschenke für Faulpelze ein bedingungsloses Grundeinkommen, Alten- und Krankenpflege, Poposex, AfD-Wähler-Beleidigen und die Freigabe von Stinkdrogen zu sein scheinen, wenn ich mir diesen Querschnitt durch das Material typischer „Infostände” erlauben darf, sich zurzeit in den sozialen Netzwerken selbst dafür feiert, dass die tschechische Piratenpartei ähnlich erfolgreich ist wie vor noch nicht langer Zeit die isländische; in Prag nämlich ist sie zweitstärkste Partei geworden. Warum? Nun, das steht eigentlich im Artikel:

Sie ist eine moderne liberale Partei, die (…) ein hohes Maß an innerparteilicher Demokratie durchsetzt. Ihre politischen Schwerpunkte sind politische Transparenz, persönliche Verantwortung der Politiker, e-Government, Unterstützung der klein- und mittelständischen Unternehmen. (…) Einen wichtigen Punkt stellen die Finanzierung der regionalen Entwicklung, sowie die Teilnahme der Öffentlichkeit am demokratischen Entscheidungsprozess dar.

„Der Wähler”, heißt es in der deutschen Piratenpartei mit erschreckender Mehrheit, habe gar kein Interesse an einer liberalen Partei, die bloß die blöden Ideen von 2006 bis 2009 vertritt. Die Piratenpartei müsse linker werden, teilhabender, gegenrechtser. Niemand wähle mehr eine Partei, die so rückständig auf wenige gemeinsame Ideale setzt.

Lernen durch Schmerz, dann aber das Lernen weglassen.


Apropos Schwachsinn: Rassistisches Yoga zur Dekolonalisierung der Weißen.

Senfecke:

  1. Die Piraten wissen halt wie man Parteitage unterhaltsam gestalten kann..
    .noch ein paar Aluhüte und Chemtrailer und ein paar „reformierte Reichsbürger” würden die Sache rund machen :lol:
    Und was das rassistische Yoga angeht…ich werde nie wieder gedankenlos Yogapants beim Yogamachen :D ansehen,
    geschweige mein Chicken Tikka Sandwich verspeisen-ich schwör!!
    Ansonsten mal wieder ein „schönes” Dokument für sektiererisches Abgrenzen durch Sprache,
    um mal intellentes von mir zugeben-kann ich auch 8O !

  2. „BGE für Faulpelze” ist oben weder ein Zitat, noch steht es in distanzierenden Anführungszeichen, ist mithin Deine Aussage. BILD hätte es genau so verallgemeinert formuliert. Damit sinkt diese Plattform auf das Niveau eines Hetzblogs hinunter. Ohne mich. Ich bin dann hier weg.

    Mich wundert nur, dass Dein Kommentariat nicht „auf die Barrikaden” geht.

    • Na, na. Im Gegensatz zur BILD mache ich das höchstens aus Versehen. Über das BGE habe ich an anderer Stelle (zuletzt auf einem Parteitag) ermüdende inhaltliche Diskussionen geführt. Aber wenns gefällt: distanzierende Kursivschrift wird nachgetragen. Nachtrag: Durchstreichen sollte auch gehen.

  3. Ich habs durchgestrichen,aber beim Runterscrollen gemerkt das es so nicht funktioniert.
    ..jetzt ist mein Monitor gestrichen voll :o
    War der schlecht :cry: oder war der schlächt :lol:

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
:P 
:ups: 
:cry: 
:evil: 
:twisted: 
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