ComputerIn den Nachrichten
Ministerium für Computergedöns

Im Land der staatlich gewünschten Infektion von privaten Computern bei gleichzeitiger durch die aus mir unbekanntem Grund noch immer nicht aufgehobene Teilverstaatlichung des tragikomischen Konzerns Deutsche Telekom verursachter Abwesenheit von Bandbreite, die diesen Namen auch verdient, verkündet die EDV-Presse ohne jedes sichtbare Anführungszeichen:

Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, soll CSU-Chef Horst Seehofer bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) durchgesetzt haben, dass seine Partei den Posten eines Staatsministers für Cyber Digitales im Kanzleramt erhält.

Um die Eignung der momentan favorisierten Kandidatin für diesen Posten soll es mir nicht gehen, geeignete Minister wählt man hierzulande sowieso nirgendwo hin; spannender ist die Frage, wofür nun eigentlich ein „Staatsminister für Digitales” in einer Zeit und Gegend, in der selbst Klodeckel versmartet und damit digital sind, genau zuständig sein soll: Für alles mit Computer drin oder wieder nur für programmierende Sechsjährige?

Und warum kann das eigentlich kein Roboter übernehmen?

Senfecke:

  1. Die unselige Metapher von den deutschen Datenautobahnen wirkt bis heute nach. Da das Auto zum Smartcar werden soll und die Autobauer zu Systemlords werden wollen,wird das Digitale eben im Verkehrsministerium gebündelt. Ist doch logisch.

  2. Die Lobby von der It wird gut schmieren und von Cryptocurrency is tderzeit noch die Zukunft.Ein paar Milliarden später wird dann halt ein neuer Minister fällig.

  3. „Und warum kann das eigentlich kein Roboter übernehmen?”
    Es gibt ja lustigerweise ausgerechnet auf der arabischen Halbinsel schon ein paar mit Bürgerrechten versehene Blechbüchsen, aber zur Zeit noch nicht in Deutschland.
    Also ist da niemand, dem man aufgrund von gegenseitigen Kompromat einen Gefallen schuldet.
    Wird es auch nie geben, denn zumindest die der Öffentlichkeit zugänglichen KIs (sofern es jemals so etwas geben wird) werden im moralischen Code irgendwo zwischen Mahatma Gandhi und Martin Luther King angesiedelt sein.
    Die Allgemeinbildung ließe selbst Universalgenie Goethe vor Neid erblassen.
    Und jetzt das wirklich irre, ein solcher Roboter tritt in eine bundesdeutsche Partei ein.
    Da gibt es nicht viel Möglichkeiten. Entweder der Robi tritt binnen Stundenfrist wieder aus oder sämtliche Schaltkreise würden durchschmoren, alternativ innerhalb einer Woche ein Parteiausschlussverfahren.
    Denn Niemand in einer Partei, absolut Niemand, braucht ein Mitglied, dass das jeweils aktuelle Parteiprogramm ernst nimmt, geschweige denn umzusetzen versucht.
    .
    „Parteimitglied” wird das einzige auf ewig dem Menschen vorbehaltene Privileg bleiben, denn in einer Umgebung, in der nichts so hinderlich ist wie ein Gehirn oder eigene Schaltkreise kann ein Roboter nicht existieren. Nur ein Mensch.

  4. Pingback: Hirnfick 2.0 » Liegengebliebenes vom 9. März 2018

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