Naja, fast:
Deutsche TV-Journalisten fordern Österreichs Kanzler mit offenem Brief zum Eingreifen auf
Sie bitten nicht höflich, sie fragen nicht nett nach, sie fordern auf. Ist nur so ein schäbiges Oberhaupt einer ausländischen Regierung, da stehe man als deutscher Journalist doch drüber, so moralisch, impliziert “Meedia” ebenso wie “WELT ONLINE”, der Deutschlandfunk sowie “Die Presse”, die das allesamt ähnlich blöd formulieren, nämlich ungefähr so:
Deutsche Journalisten fordern Kurz zum Handeln auf
Nun verfügt letztere Publikation über eine Kopie des fraglichen Dokuments, in der nicht von einer Aufforderung, sondern in der Tat nur von einer Bitte um Befassung mit dem als gegenwärtig empfundenen Problem die Rede ist. Richtig macht es ausgerechnet “SPIEGEL ONLINE”, das eine Forderung von Nobelpreisträgern an den türkischen Präsidenten völlig zutreffend als “Forderung” beschrieb.
Aber warum sollte jemand, der Menschen Nachrichten aufschreibt, sich auch Gedanken über Wortbedeutungen machen wollen?

