Es tagt der Mond, es klagt der Kauz; Montag, Mist. Dabei hat sich das Wochenende schon länger angefühlt als nötig und man war selbst schuld daran. Andererseits: Hurra — ein gefühlt langes Wochenende! Die Kunst besteht darin, umzuschalten und Störungen als Angebot aufzufassen.
Weil man ja eigentlich doch schon gern mal wieder lachen würde, zum Beispiel über Nordkoreas “Netflix”-Konkurrenten, der lustigerweise Manbang heißt, was man doch bitteschön nicht unbedingt englisch aussprechen sollte (gesellschaftliche Unart auch: “Mänbäng” lesen). Fast genau so lustig: Twitter hat jetzt einen Qualitätsfilter, was ungefähr gleichbedeutend mit einem Schönheitsfilter für Hannover wäre, er ließe nämlich nur noch vereinzelte Ruinen durch; einstellbar, jaja, aber wer würde das wollen?
Die Bundesregierung hat angekündigt, dass es demnächst ratsam sein könnte, Vorräte angelegt zu haben. Wie damals im Krieg, die Älteren erinnern sich wahrscheinlich noch. Habt Angst! Hört ihr? Angst! Nach der Burka sollen jetzt auch Rucksäcke auf öffentlichen Plätzen verboten werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis endlich auch mal jemand das terroristische Essen von Leberwurstbrot im Zug verbietet. Das wäre schön.
Noch schöner, allerdings: Musik.
Hier.
Guten Morgen.



Mit patriotischem lindener Gruße: Du hast vollkommen Recht!
Irgendwas hab’ ich wohl falsch gemacht.
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Wäre für mich durchaus nachvollziehbar. Die Leberwurst könnte sich schließlich bei näherer Betrachtung als Plastiksprengstoff erweisen!
‘Verehrte Zuggäste! Aus Sicherheitsgründen bitten wir Sie, liegen gelassene Leberwurstbrote umgehend dem Zugpersonal zu melden, damit diese umgehend ein Sprengstoffkomando alarmieren können.
Aufgrund einer verwaisten Lackritzschneckentüte im Bahnhof Köln-Dellbrück verzögert sich die Ankunftszeit um ca. acht Stunden. Wir bitten um Ihr Verständnis und wünschen Ihnen eine angenehme Weiterfahrt!’.