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Zur Einweihung von Möbelhäusern braucht man kein Abitur

Diejeni­gen, die, wie ich, aus Medi­enkom­pe­ten­z­grün­den Fernse­hgroßereignisse samt und son­ders zu mei­den pfle­gen und deswe­gen sel­ten rechtzeit­ig zur Stelle sind, um deren Abstim­mungen über­haupt mitzubekom­men, seien an dieser Stelle gewarnt: In — rel­a­tiv zum gemacht­en Aufhebens — weni­gen Wochen wird die “deutsche Björk” (“STERN”), ein derzeit noch siebzehn­jähriges Aller­weltsmäd­chen mit einem furcht­baren Vor­na­men, von dem die “Han­nover­sche All­ge­meine Zeitung” noch im Dezem­ber 2015 annahm, es würde auf eine Teil­nahme an dem Wettstre­it verzicht­en, nach einem Achtungser­folg in der eben­so über­flüs­si­gen Fremd­scham­sendung “The Voice of Ger­many” in Stock­holm mit, wie es sich für Ger­many eben so gehört, weit­erem englis­chsprachigem Dudelpop ver­suchen, anlässlich des diesjähri­gen schreck­lich bedeut­samen “Euro­vi­sion Song Con­tests” Deutsch­land wieder ein­mal zu ein­er Siegerna­tion zu machen.

Inwiefern “ganz Deutsch­land” sich darüber nun freuen sollte oder nicht, möchte ich hier eigentlich nicht weit­er disku­tieren, weil ich mich wohl nur wieder­holte; allein sah ich heute im lokalen Quatschblatt ein para­phrasiertes Gespräch mit dem Leit­er der Schule der desig­nierten Ent­täuschen­den, denn natür­lich ist ein solch­er Schulleit­er ger­adezu als Koryphäe zu begreifen, wenn man etwas über eine Per­son her­aus­find­en möchte, der also brav solch­es sprach:

[Sie] könne sel­ber entschei­den, ob sie sich weit­er­hin beurlauben lassen wolle, sagte der Schulleit­er. Alter­na­tiv könne sie, wann immer möglich, im Unter­richt erscheinen und ver­suchen, das Abitur zu beste­hen.

Natür­lich gibt es Gegen­beispiele, der Front­mann von Scoot­er etwa — die Kirschen sind nicht wichtig — hat­te einst sog­ar ein Studi­um begonnen. Aber was genau nehmen oft ganz gut aus­ge­bildete Flüchtlinge diesem Land eigentlich weg?