Es ist Montag. Kaum hat man sich mühsam aus dem Bett geschält, schon prasseln die Schreckensnachrichten auf einen hernieder. Ian Anderson mag keine Hippies. Entschuldigung, das war jetzt die falsche Meldung: Die Deutsche Bahn wird bestreikt, und zwar nicht nur per Streik, sondern per “Extrem-Streik” (“SPIEGEL ONLINE”); die Züge stehen also nicht nur still, sondern äußerst still. In Teilen Norddeutschlands ist wegen des Konkurrenzkampfs auf den Nahverkehrsstrecken nur der Fernverkehr betroffen; Fernbusanbieter, die seit dem Zusammenschluss von MeinFernbus und Flixbus auch mit Vorsicht zu genießen sind, ziehen den Vorteil daraus. Ich bin so empört, ich könnte glatt SPD wählen; der es um den Arbeitnehmer ebensowenig geht wie der GDL, die schon 2014 bemerkt hat, dass es noch andere Gewerkschaften gibt, gegen die man sich nur wehren kann, indem man noch rigoroser vorgeht. Schlichtung ist was für Feiglinge.
Man könnte mit Krawallen reagieren, der Deutsche erhebt sich ja gern zum Aufstand, wenn es um Nichtigkeiten geht, während er die wirklichen Probleme des Landes durch Nichtwählen zu bekämpfen glaubt.
Man könnte auch Musik hören.
Guten Tag.


