Im vergangenen Dezember merkte ich an, dass bei der Zusammenstellung der Jahresendrückschau unter anderem das Album “Spacetrip On A Paper Plane” der Sahara Surfers aus Zeitgründen keine Beachtung fand, was Schlagzeuger Michael “Steini” Steingress dazu veranlasste, mir seine Aufwartung zu machen; ein Glück, denn so plagte mich immenses Bedauern, das mich letztlich beschließen ließ, bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit das Versäumte ausführlich nachzuholen.
Und es hinterließ mich beeindruckt.
Was da aus meinem Klangausgabegerät schepperte und jetzt gerade wieder scheppert, ist grandioser Stoner Rock vom ersten Takt an. Die vier Österreicher aus “Bitte Bundesland/Region auswählen” lassen nichts anbrennen. Hier und da ist Postrockiges (Amplifier, Dear John Letter) nicht fern, aber vor allem regiert hier der Groove. Die Wikipedia “weiß”:
Als stilprägend gelten der Bluesrock als Basis, tiefgestimmte Gitarren, die teilweise durch Bassverstärker gespielt werden, scheppernde Drums, entrückte bis rockige Vocals, stark ausgeprägter Groove und ein allgemein sehr basslastiger Sound.
Für die Sahara Surfers wie auch für stilverwandte Musiker wie etwa Colour Haze, dass “Stoner Rock” nichts mit Steinen zu tun hat, anders gesagt: “Spacetrip” ist gut ausgedrückt. Nicht umsonst trat man auch schon in einem Etablissement namens “Mushroom Cellar”, “Pilzkeller”, zwinker!, auf.
Die Texte, vorgetragen übrigens von einer Frau, was in diesem Genre nicht unbedingt der Regelfall ist, folgen oft repetitiven Strukturen (“Sister In Shade”) und sind ansonsten für uns Liedtextfreunde nachhaltig erinnernswert (“Your whole world will die” heißt es etwa mehrfach in “Propeller”), Klischee an, was eine willkommene Abwechslung zu den im Stoner Rock eher verbreiteten Themen (Friede, Brüder und Schwestern!) ist. Klischee aus. Ist euch übrigens schon aufgefallen, dass der nahe liegende Verschreiber “Schwetser” wie “Schwätzer” klingt?
Mit etwa 32 Minuten Laufzeit ist der akustische Trip leider ein wenig kurz geraten, aber daran soll es letztlich auch nicht scheitern; man drücke die Wiederholen-Taste und höre sich das Hirn schwammig.
“Spacetrip On A Paper Plane” gibt es für fünf Euro via Mail zu bestellen, die passenden Kontaktdaten finden sich nebst derzeit vier der sechs Stücke auf Myunterstrich.com. Wer, wie ich, nicht immer genug Geld herumliegen hat, der kann sich auch, wie ich, mit dem mehrkostenfreien Download behelfen. Ich bin allerdings überzeugt, das Geld ist gut angelegt.
Gern mehr davon!


Am besten gefällt mir der gestreifte Stöpsel, den ich mir selbst gerne über die Ohren gezogen hätte: http://www.youtube.com/watch?v=9l8VGXpbhO0&feature=player_embedded#!
Aber der Stop-Button tat’s dann auch.
Banause!
Dann mach ich mal erneut meine Aufwartung und danke für das feine Review!
Und hätten wir einen Fanshop, den gestreiften Stöpsel gäb’s natürlich zu bestellen…
Das wäre mal ’ne lustige News. “Neu in unserem Fanshop: Gestreifte Stöpsel“.
Tja, Didi …
Hups…
Dumm gelaufen, ähem, *stammel*