Apropos Titten dann auch mal; da stolpere ich doch versehentlich über einen weiteren Artikel der Machart “Frau mit irgendeinem Titel hat etwas herausgefunden”.
Pornografie habe, so besagt die vorgestellte Studie, einen negativen Einfluss auf das Sexualleben Jugendlicher. Ich zitiere und kommentiere mal wild drauflos (ihr wisst ja, Meinungen und das alles), heute ausnahmsweise bewusst mit extra viel Augenzwinkern und eingeklammertem “hähä” gewürzt, dies alles möglichst niveaulos in der Hoffnung, nicht so bald irgendwelche Ehrungen als sog. “Blogger” zu erhalten, s.o.:
So erlegen sich vor allem Jungen vermehrt einen Leistungsdruck auf, …
Seltsam; man sollte meinen, der Leistungsdruck folge allein aus der Wollust der Sexualpartnerin. Wenn’s halt nicht funktioniert, ist man ein Schlappschwanz, schnurz, ob man sich vorher die Salami gerieben hat oder nicht. Leistungsdruck ist einer der mannigfaltigen Gründe, warum Beziehungen nicht oder nur unter Selbstaufgabe überhaupt dauerhaft funktionieren können. Auch Hochleistungssportler brauchen mal Urlaub.
… wohingegen Mädchen ein falsches und zumeist unerreichbares Schönheitsideal verfolgen, das sie von den Pornos aufgezeigt bekommen.
Ein Schönheitsideal, das sich aus Pornofilmen ableiten lässt? So etwas wie: Maximal 40 kg schwer (um nicht zu schreiben: fett), ein Gesicht aus der Herbst-Plastikkollektion zusammengestellt oder bei kleinerem Budget wenigstens die wirklich gruselig aussehenden Stellen mit fünf bis sechs verschiedenen, räusper, Pflegecremes behandelt, nach billigem Gardinenstoff oder wenigstens gefärbtem Kunstrasen aussehendes “Haar”, Lippen wie ein Pavianarsch und ein selbst unter einem Pelzmantel noch wie von einem blinden, einarmigen Russendoktor angeleimt aussehender Brustersatz?
Na, schönen Dank.
Viele Jugendliche ließen sich demnach in ihrem Werteverständnis beeinflussen und nehmen für eigene sexuelle Kontakte Drehbücher von Pornos als gedankliche Vorlage.
Beim Beischlaf mit dem jeweils verfügbaren Partner an Szenen aus Pornofilmen zu denken ist ja auch wahrlich erschreckend. Zum Glück sind wenigstens die meisten Mädchen nicht derart fantasielos und denken beim Beischlaf mit ihrer jeweils großen Liebe bevorzugt an Til Schweiger, Johnny Depp, Vin Diesel und/oder George Clooney. Aber Pornos, nee. Das wäre doch nicht fair.
Und was wäre selbst eine Studie ohne Pointe? Sie folgt:
Weibliche Studienteilnehmer sehen Pornos hingegen eher als eklig an. Sie gestanden Jungen aber weitestgehend den Konsum im Stillen zu. Während einer Partnerschaft – so die geschlechtsunabhängige Meinung – sei der Pornokonsum aber tabu.
“Eklig” ist’s, fremden Menschen beim Kopulieren zuzusehen, nicht unbedingt, meist ist es eher belustigend. Was allerdings ein anständiges junges Frollein ist, das hält nicht viel von dermaßen triebgesteuerter Drittunterhaltung; es legt, wie auch Hauke Brost und Marie Theres Kroetz-Relin in dem ansonsten nicht allzu überflüssigen Buch Wie Frauen ticken vor Jahren richtig anmerkten, lieber selbst Hand oder optional batteriebetriebenen Handersatz an, natürlich nur nicht in einer Partnerschaft, egal, ob der Partner mal ein paar Wochen abkömmlich ist. Man ist ja eine treue Seele und dies immer schon gewesen.
Wenn allerdings die Frau aus Gründen gerade keinerlei Interesse an Zuneigung hat, ist’s dem Partner nicht gestattet, es ihr gleichzutun. Schön auf das Butterbrot spucken, damit niemand anders es bekommt. Geht ja mal gar nicht, wenn der Partner eigene sexuelle Bedürfnisse hat. Ach, herrje. Hier bitte einen passenden Pejorativ einfügen.
Apropos Pejorative, die überflüssige Meldung des gestrigen Tages legte SPIEGEL Online vor:
Der Tod vier deutscher Soldaten ausgerechnet bei einem solchen Trainingseinsatz zeigt: Die Missionen sind für die Bundeswehr in Wahrheit brandgefährlich.
Ach?




Du musst diese sexuellen Themen mal viel lockerer angehen. Wie wäre es mit einem kessen Flirt?http://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2010–04/liebe-facebook-flirten
Hat nicht geklappt. Nächster Versuch: http://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2010–04/liebe-facebook-flirten
Dank Linkification hat’s beim ersten Mal schon geklappt.
… Aber Sexualität ist überbewertet. (Das Wort habe ich schon wieder viel zu lange nicht benutzt.)