Oh, nein, ooohhhh, neeeeeiiiiin:
Die Europäische Kommission will alle EU-Staaten verpflichten, den Zugang zu kinderpornografischen Web-Seiten zu blockieren. Die geplanten Internetsperren sind Teil einer umfassenden Richtlinie zum Kinderschutz, die “mit den dunklen Ecken des Internets und den kriminellen Bildern von Kindesmissbrauch aufräumen”, wie die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström in einem Gastbeitrag für die Online-Ausgabe der “Frankfurter Allgemeine Zeitung” schreibt. Den Entwurf der Richtlinie will Malström an diesem Montag in Brüssel vorstellen.
Wollen’s die Länder nicht, will’s halt die EU, dann können die Länder nichts dafür.

Lesetipp zum nochmaligen Thema Menschen mit furchtbaren Stimmen und Kaufbefehl für Bücherfreunde:
Auf Cicero.de zitiert Max Goldt aus seiner aktuellen Textsammlung “Ein Buch namens Zimbo”, aktuell, passenderweise, einen Text zu den Topoi “Menschen, die in der Öffentlichkeit reden, aber es besser bleiben lassen sollten” sowie “Menschen, die nicht unbedingt so aussehen, wie man sie gern sehen würde”, inklusive Mitschrift aus einer Gesprächssendung, die zweiteres betraf, aber auch zu ersterem passt:
“… Ich bin ein denkender Mensch, und ein denkender Mensch ändert seine Meinung, aber ich glaube, ich bin so ’n Mensch, ich glaub, ich würde das, so viele Leute haben mich mal gefragt, also was würdest du machen, wenn ja, so, und ich habe schon immer etwas weniger Brust gehabt, hab aber da einfach tierisch wahnsinnig doll Angst, daß, wenn ich da was machen würde, daß ich Angst hätte, daß ich das spüren könnte …”
Lesen, amüsiert wiehern und das verdammte Buch kaufen, s’il vous plaît!



Die EU war doch eh nur zu rein wirtschaftlich orientierten Zeiten sympathisch… seit sie anfängt, sich in die Politik der Mitgliedsstaaten derart einzumischen, könnte man getrost wieder austreten. Wäre man wenigstens wieder in der Lage, sein eigenes Ding zu machen.