Gerade in der Werbung aufgefallen: “Bundeswehr — Karriere mit Zukunft”. Eine solche Zukunft wünsche ich tatsächlich niemandem.
Wie das mit den Wünschen doch ohnehin nicht immer ganz einfach ist. Man steigert sich in sie hinein und plant unbewusst oder auch bewusst, und man verspricht sich selbst, dass das nächste Mal besser verlaufen mag, weil man ja nun wisse, wo die Fehler lagen, und dann scheitert es doch nur an der eigenen Unzulänglichkeit.
Ludite, si sapitis, solas impune puellas:
Hac minus est una fraude tuenda fides.
(Ovid: Ars amatoria I)
Noch ein kurzer Nachtrag zum Thema Google: Mir scheint, dem Thema Google widme man sich derzeit in deutschen Medien mit erhöhter Aufmerksamkeit, mit wenigen Ausnahmen hat sich da inzwischen auch ein gewisser Konsens herausgebildet.
Selbst Susanne Gaschke, Redakteurin des ansonsten eher minderqualitativen Nachrichtenmagazins Die Zeit, ruft zum Protest gegen Google auf.
Was heißt »Privatheit« noch, wenn keine Bewegung mehr inkognito ist?
Für lesenswert befunden und ausdrücklich zu solchem empfohlen.
(Und dann noch mal das übliche Apropos, diesmal Romantik: Wie man das, was eine Frau als “romantischen Moment” und ein Mann als “kitschiges Klischee” betrachtet, erfolgreich zu einem geradezu kindischen Spaß für alle Beteiligten umwandelt, erläutert Kirsten Fuchs. Hihi.)
Nachtrag vom 21. Januar 2010 wg. Bundeswehr:
Das Neue Deutschland informiert interessierte Katholiken anlässlich des heutigen Soldatengottesdienstes:
»Einem gottlobenden Soldaten kann man guten Gewissens die Verantwortung über Leben und Tod anderer übertragen, weil sie bei ihm gleichsam von der Heiligkeit Gottes abgesegnet sind«, so Kardinal Meisner bei einem der vergangenen Kölner Soldatengottesdienste.
Amen!


Ganz davon abgesehen, dass mir Susanne Gaschkes Artikel/Kolumne doch deutlich zu reisserisch geschrieben ist, muss ich dem Herren Wanhoff Recht geben. Nicht der Googledienst ist verantwortlich für rechtswidrige Dinge. Sonst müsste man schließlich auch, altes und bekanntes Beispiel, den Brecheisenhersteller verklagen.
Google übertreibt es. Mein Lieblingsbeispiel: Sucht man nach meinem Realnamen, findet Google als erstes Ergebnis eine Adresse, die wie einer meiner Nicknamen heißt und sonst nichts mit mir zu tun hat. Allein durch Zuordnung eben — also etwas, was eine Suchmaschine nicht tun sollte.