MusikIn den Nachrichten
Dei­ne Mud­da wählt CSU, Alter.

Was müs­sen mei­ne trü­ben Augen da wie­der zur Kennt­nis neh­men?:

Rap­per Bushi­do (31) und Bay­erns Mini­ster­prä­si­dent Horst See­ho­fer (60, CSU) hat­ten sich beim Film­ball in Mün­chen so eini­ges zu erzäh­len. Anschlie­ßend ver­riet der Baye­ri­sche Lan­des­va­ter in „Bild“: „Ich wür­de mir wün­schen, dass Bushi­do einen Wahl­kampf­song für uns macht“.

Der bou­le­var­deske Stil, Per­so­nen­nen­nun­gen grund­sätz­lich mit ein­ge­klam­mer­ten Alters­an­ga­ben zu ver­se­hen, weil sie für den Trans­port der eigent­li­chen Inhal­te bekannt­lich essen­zi­ell sind, ist mir (24) durch­aus nicht ent­gan­gen und bei­na­he Stoff für eine wei­te­re Medi­en­kri­tik, aber ich bin heu­te ein wenig schreib­faul. Soll­te sich aller­dings der Inhalt der Nach­richt als authen­tisch erwei­sen, so möch­te ich hier­mit mei­ne Erhei­te­rung ob die­ses Umstan­des zum Aus­druck brin­gen.

So eine Wahl­kampf­hym­ne stel­le ich mir von aus­ge­rech­net Bushi­do ja auch nicht all­zu unhu­mo­rig vor; die CSU ist zum Bei­spiel voll Ghet­to, ey.

Offen­bar berei­tet das dem Poli­ti­ker kei­ne gro­ßen Sor­gen: „Ich ken­ne sei­ne Musik von mei­nen Kin­dern. Er ist ein sehr höf­li­cher jun­ger Mann.“

Dass Bushi­do trotz all sei­ner ver­ton­ten Gewalt­fan­ta­sien nicht unbe­dingt all­zu falsch tickt, hat­te ich ja vor einer Wei­le schon zuge­ge­ben; aber aus wel­chem sei­ner bis­lang auf Ton­trä­ger gepress­ten Wer­ke das her­vor­geht oder ob Horst See­ho­fer even­tu­ell von etwas völ­lig ande­rem sprach, als er aus­ge­rech­net sei­ne Musik ins Spiel brach­te, hät­te ich dann doch schon gern mal erfah­ren. Wer kann mir da wei­ter­hel­fen?

(Apro­pos komi­sche Arti­ku­la­ti­on; SPIEGEL Online lie­fert mir heu­te das Rap­zi­tat der Woche: „Dies ist eine Geschich­te aus alter Zeit, über mein kos­mi­sches Idol, das in mei­nen Träu­men weilt, über wen rede ich, Kum­pel? Yeah, ich rede über Bud­dha, yo.“ Dan­ke, kei­ne wei­te­ren Fra­gen.)