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Medienkritik extern: Nicht noch eine “Casting”-Sendung!

Das wird ein Spaß, wenn Pro Sieben am 27. Sep­tem­ber über die Bun­destagswahl 2009 berichtet. Wahrschein­lich sitzt da dann eine Jury in einem Stu­dio, die virtuell die Spitzenkan­di­dat­en der Parteien anfeuert: “Gib Pow­er! Gib Gas! Gib alles!” Aus dem Off dröh­nt der Sprech­er: “Wer schafft es in die näch­ste Runde?” Die State­ments von Gui­do West­er­welle wer­den mit lusti­gen Comicgeräuschen unter­legt. Koal­tionsver­hand­lun­gen heißen nicht mehr Koal­tionsver­hand­lun­gen, son­dern Recall. Und wenn die Entschei­dung gefall­en ist, läuft zu den Slow­mo­tion-Bildern der strahlen­den Sieger “Sin­fonie” von Sil­ber­mond. Am Ende ziehen die Auser­wählten in eine “Vil­la” ein (weil “Kan­zler­amt” so schw­er auszus­prechen ist), und der Off-Sprech­er kündigt an: “Das wird das größte Aben­teuer Ihres Lebens!”

Aber eigentlich ging es ja um den x‑ten Ver­such von Pro7/Sat.1, eine neue “Casting”-Sendung zu entwer­fen; wobei das mit dem “neu” dann auch nicht so genau genom­men wer­den sollte.
Mehr darüber gibt es bei den Medi­en­pirat­en zu lesen.

Und apro­pos “Pirat­en”: Jörg Tauss kämpft für seine Ziele; hof­fentlich mit wenig­stens teil­weisem Erfolg. Auch wenn’s im Som­mer­loch beina­he unterzuge­hen dro­ht.

(Teufel, ist das heiß hier.)