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Die Jugend­kul­tur ist fix und foxi.

Noch immer dau­ert der Bil­dungs­streik an, bis­her war in den Nach­rich­ten von „ersten Zuge­ständ­nis­sen“ die Rede und davon, dass man das Bache­lor­sy­stem noch­mals „über­den­ken“ wer­de.
Das reicht nicht, ist aber schon ein gutes Zei­chen. Wei­ter so, Leu­te!

Scha­de übri­gens, apro­pos „Bil­dung“:
Das Fix-&-Foxi-Heft wird (vor­erst) ein­ge­stellt, und mit ihm sind meh­re­re Jahr­zehn­te deut­scher Jugend­kul­tur (eben­falls vor­erst) Geschich­te. War­um aber das oft geschol­te­ne Inter­net nicht an der sin­ken­den Nach­fra­ge für den Zei­ge­fin­ger all­zu häu­fig schwin­gen­de Jugend­ma­ga­zi­ne ist, steht unter ande­rem hier.

Auch Micky Maus im Papier­for­mat kann sich hier­zu­lan­de mei­nes Erach­tens nur noch des­halb behaup­ten, weil es außer den kur­zen comics mitt­ler­wei­le auch zahl­rei­che Zusatz­in­hal­te bekom­men hat, ange­fan­gen mit den immer glei­chen Agen­ten- und son­sti­gen Spiel­zeug­bei­la­gen, mit denen es die Lücke, die „Yps mit Gim­mick“ hin­ter­las­sen hat­te, aus­zu­fül­len ver­sucht, bis zu den diver­sen Wit­zen und Strei­chen, mit denen man Freun­de, Ver­wand­te und Leh­rer „ärgern“ soll; Scha­den­freu­de ist bekannt­lich oft nicht die unan­ge­nehm­ste Freu­de.

Indes – was hat die Jugend für Alter­na­ti­ven? Für Micky Maus ist sie irgend­wann zu alt, die eher an Jugend­li­che gerich­te­ten BRAVO- und ähn­li­chen Heft­chen sind auch nach weni­gen Jah­ren nicht mehr inter­es­sant. Umfra­gen der Art „Was lest ihr am lieb­sten?“ zei­gen, dass „gar nichts“ eine recht belieb­te Lek­tü­re ist; wenn­gleich nicht unbe­dingt eine anspruchs­vol­le.

Woher all die­se Mise­re? Wird man wäh­rend sei­ner Schul­zeit der­ma­ßen mit drö­ger Schul­li­te­ra­tur über­sät­tigt, dass jeg­li­ches poten­zi­el­les Inter­es­se an guter, absei­ti­ge­rer Lyrik und Pro­sa nach absol­vier­tem Abschluss nicht mehr besteht? Es wäre reich­lich scha­de.