“Für mich ist die Welt nicht mehr in Ordnung,
nicht früh um 7 und auch nicht nach der Tagesschau.”
– Ton Steine Scherben: Wir müssen hier raus
… Es war ihr Stolz, der sie scheitern ließ.
Er hatte sich das alles so viel leichter vorgestellt. Aber es gab so viel, was sie auseinanderdrückte, und obwohl er jedes Mal glaubte stärker zu sein, fühlte er sich doch schuldig an seiner eigenen Unzulänglichkeit.
Wohl hatte er geahnt, dass das nicht gutgehen würde. Was konnte er ihr schon bieten außer seinem Herzen, das sich danach sehnte, die ruhelose Phase zu beenden, und vielleicht seinem Leben, das er noch führen wollte. Mit ihr? Das klang verlockend. Er fühlte sich zum ersten Mal im Leben gereift, als er bei ihr war, zum ersten Mal wie jemand, der sein Spiegelbild noch ertrug.
Und doch: Je mehr er sich nach ihr sehnte, nach ihr griff, nach ihr rief, desto schwieriger schien es ihm, Schritt halten zu können. Sie war ihm immer überlegen, sie lebte. Sie schien unerreichbar, das faszinierte ihn. Er fühlte sich ihr nicht gewachsen, doch er hatte sich schon viel zu oft unterschätzt. Was konnte er verlieren, wenn er es wagte? Dieses Mal, nahm er sich vor, würde es für immer sein. Die richtige Zeit, der richtige Ort, das richtige Gefühl. Und doch, bei allem, was sie ihm in lauen Sommernächten gestanden hatte, war er immer zu feige gewesen, erfüllt von der Furcht sich aufzugeben, sich auf sie einzulassen.
Das alles war nun viele Wochen her, sie war längst weitergezogen und hatte, wer weiß?, ihn längst vergessen. Er aber blieb zurück, allein und voller Erinnerungen an ihr Lächeln, ihre Wärme.
Und er wusste, was das bedeutete. …
“Liebe, Liebe, Liebelei,
morgen ist sie vielleicht vorbei.”
– Tony Holiday: Tanze Samba mit mir.


Rein äußerlich stimmt das sicher. Das war der Grund.
Pffff.