Huhu, liebe Fußballfans, und natürlich huhu Natha :>,
bei Durchsicht meiner Notizen fiel mir doch tatsächlich auf: Bald ist wieder Bürgerkrieg, äh, Fußball-WM! Da dachte ich mir als i.d.R. halbwegs akzeptabel informierter Nichtanhänger jeglicher sportlicher Betätigung und in meiner Rolle als Webspammer, äh, ‑blogger, guckste doch mal, ob du das irgendwie verwursteln kannst. Et ecce, da finden sich einige Suspecta:
Beginnen wir mit der Vorgeschichte: Vor wenigen Jahren kommt das “endgültige Satiremagazin” Titanic nach einigen Jahren öffentlichkeitswirksamer Politaktionen (als Beispiele seien nur mal die “Wahlkämpfe” für die SPD (Motto: “wir geben auf.”) sowie für die F.D.P. (“judenfrei und Spaß dabei”) erwähnt) auf die cet. nicht mal schlechte Idee, bei der Wahl des Austragungsortes 2006 mitzustimmen. Der Versuch, die Jury mit einem Paar Würsten und einer Kuckucksuhr (sic!) zu bestechen, resultierte immerhin darin, dass das entscheidende Jurymitglied (Zitat: “This final fax broke my neck”) sich verstört seiner Stimme enthielt; im Rückblick nun auch darin, dass wir Deutschen in Kürze haufenweise grölende, pöbelnde, betrunkene Neg‑, äh, starkpigmentierte Menschen afroamerikanischer Herkunft begrüßen “dürfen” — übrigens eine fremde Feder, mit der sich “Kaiser” Beckenbauer heute gern schmückt. Der Depp.
Apropos Neger — gehen wir über zum nächsten Punkt, nämlich dem Slogan* “Die Welt zu Gast bei Freunden”. Eins vorweg: Wer sich so was ausdenkt, pappt sich auch bunte “Du bist Deutschland”-Kackhaufen aufs Auto. Andererseits, wusste da das Organisationskomitee wieder mehr als ich? Denn nun ist’s wurscht, wie schlecht die Deutschen spielen — wir können hinterher mit Fug und Recht behaupten, es seien ja ohnehin nur Freundschaftsspiele gewesen. Ich frag mich nur: Wessen Freunde woll’n wir sein? Um Gottes Willen nicht die von diesem grausigen Goleo-Viech (was symbolisiert das eigentlich? Christoph Daum auf Koks?) — da schon lieber die vom Schiedsrichter (Merk?)!
Bin ich übrigens der Einzige, dem die tolle WM-Hymne jetzt schon auf den Zeiger geht? …
P.S.:
Olé Brasilia!
P.P.S.:
Bisheriges Topalbum des Jahres: Tool — 10.000 Days. Kann ich nur wärmstens empfehlen. Das Album nebst Rezension gibt’s hier. Allein schon das Artwork (derzeit gibt’s eine vermutliche Limited Edition mit beigelegter Lupe, damit man’s besser beäugen kann) ist den Kauf allemal wert. HTH!
* Slogan kommt übrigens aus dem Gälischen (slough ghain = Schlachtruf) — na, dämmert’s?


