Es ist Montag. Der „mehrfache Olympiasieger Michael Groß“ bittet um perkussive Rückmeldung, indem er vorschlägt, man solle doch wegen der Chancengleichheit Sportlern beim Impfen den Vortritt lassen. Bei „Tritt“ geh ich mit. Ich empfehle im Übrigen, Michael Groß zeitnah durch einen Pandabären zu ersetzen.
Ansonsten gibt die Medienwelt gerade nicht viel her, denn der Wahlkampf beginnt so medial aufgebauscht, dass auch das Bombardement von People of Color seitens des Westens in Afghanistan und Syrien kaum mehr Beachtung findet: Die Frau, die einem gewählten Ministerpräsidenten den obligatorischen Blumenstrauß vor die Füße gepfeffert hatte, weil ihr seine Wähler ein Graus waren, sei jetzt eine der beiden Vorsitzenden der „Linken“, berichtet etwa die „NZZ“, um zu belegen, dass man auch, wenn man mal hinschmeißt, noch immer aufsteigen kann; als wäre die Ernennung von Parteigranden überhaupt eine Meldung wert. In diesem neuen Parteivorstand scheint auch Julia Schramm sich zu befinden, was lustig zu finden mir aber nicht gelingen will. Das hauseigene Mitteilungsblatt „Neues Deutschland“ sehe sich immerhin in Finanznot, obwohl es seine Mitarbeiter – ebenso wie die „taz“, in der es zu meiner Überraschung neuerdings allerdings einen grünenkritischen Artikel zu lesen gibt – deutlich unter Tarif bezahle, weiß man beim „NDR“. Verdammter Turbokapitalismus!
Zu turboschnell, d.h. voreilig, ist auch die künstliche Intelligenz von YouTube, die angeblich vor einer Weile einen Schachspieler rausgeworfen hat, weil sie die schwarzen und weißen Figuren für rassistisch benannt befand. Ähnlich beknackt ist die Meldung, dass die Macher der „Simpsons“ künftig ihre Figuren nur noch von Angehörigen derselben Hautfarbe sprechen lassen möchten. Ich wünsche viel Glück dabei, so viele gelbhäutige Synchronsprecher zu finden. Zwei beruhigende Meldungen aus der Welt der EDV traten dieser Tage aber doch noch auf: Vor nunmehr 50 Jahren wurde der neben Ganzzahlen und Zeichenketten wichtige Datentyp der britischen Shillings endlich überflüssig und auch bei Apple stellt sich zu meiner völlig ausbleibenden Überraschung heraus, dass die Nutzung von JavaScript auf Systemebene eine außerordentlich schlechte Idee ist.
Musik, zwo, drei, vier: Auf Zypern gibt es derzeit musikalischen Zwist, weil ein Beitrag zum diesjährigen Englische-Popliedlein-Wettstreit das spanische Wort für den Teufel im Titel trage oder so. Wohl dem, der weder Christentum noch Massenberieselung schätzt, denn dann hört man stattdessen – vielleicht zum letzten Mal – lieber gar nicht Satanisches.
Guten Morgen.




Falls du mal nach Düsseldorf oder Bonn kommst: Spam
Versteh ich nicht. Pandas sind doch eher schwer…
Wenn man sie zerlegt?