PolitikMontagsmusik
Turbine Stollprona — Rosa Teil

Kann man schon Frühling?Es ist Mon­tag. Wenn man diesen Satz oft genug liest, bekommt man spon­tan Lust auf Woch­enende, also empfehle ich ein­fach weit­erzule­sen, statt nochmals zum Anfang zu sprin­gen. Je weit­er man sich von einem geschriebe­nen Mon­tag ent­fer­nt, desto balder ist er vorüber, wen­ngle­ich sein Ende zur Stunde noch auf sich warten lässt, als wäre es der noch immer zu sel­tene Nach­wuchs eines Pand­abären. Eine Woche sollte sowieso mit der Vorstel­lung von Pand­abären begin­nen. Ich erwäge das zu wieder­holen.

Auf sich warten lässt auch die oft beschworene Onlinedemokratie, aber diejeni­gen, die behaupten, sie erfun­den zu haben, die Grü­nen näm­lich, wollen sie nicht mehr haben. Und warum wollen sie das nicht? Na, wegen der nicht quotierten Red­nerlis­ten natür­lich! — Einzig ihren natür­lichen Part­ner ist es zu ver­danken, dass es jeman­den gibt, für den man sich noch mehr schämt: Abge­ord­nete der SPD haben ein Prob­lem mit gezeigtem Rück­grat. An Über­raschun­gen ist dieses noch junge Jahr kaum arm.

Der Unrechtsstaat Türkei präsen­tiert der kom­menden Bun­desregierung eine der zahlre­ichen Möglichkeit­en, ihre Überwachungssoft­ware (“Bun­de­stro­jan­er”) unauf­fäl­lig im Volk zu verteilen. Wenig­stens wird das kün­ftig nicht mehr so schnell gehen. Apro­pos Unrechtsstaat: In Großbri­tan­nien wird man neuerd­ings vorüberge­hend einges­per­rt, weil man bekan­nt rechts­flügelig ist. Die poli­tis­che Ver­schiebung Europas ist sicher­lich nur ein bedauer­lich­er Zufall und nicht etwa bed­ingt durch einen total­itären Umgang mit Sokratik­ern.

Wir leben in ein­er Zeit, in der das von mir noch zu Beginn der nun­mehr ver­gan­genen Woche gescholtene Berlin beina­he wie ein Hort der Ver­nun­ft wirkt. Wenn dort auch son­st alles in Trüm­mern liegt: Die Musik trotzt der Bran­dung.

Tur­bine Stoll­prona — Rosa Teil

Guten Mor­gen.