Martin Weigert, regelmäßigen Lesern meiner Texte als Google-Anhänger bekannt, findet den Vorschlag der CSU, man solle Migranten dazu anleiten, auch privat mehr Deutsch (haha, CSU! Bayern! Deutsch! Hihihi! — wissenschon) zu sprechen, nicht gut. So weit die Mär vom blinden Huhn und dem Doppelkorn.
Er hätte das damit begründen können, dass das privat gesprochene Idiom eines Bürgers Privatsache zu bleiben habe, dass obendrein oder wenigstens stattdessen kulturelle Vielfalt in Deutschland keine Frage der Sprache sei und dass, haha, man in Bayern, hihi, selbst erst mal Deutsch lernen sollte.
Stattdessen postulierte er:
Die CSU sollte “Englisch-Pflicht” statt “Deutsch-Pflicht” fordern
Denn:
Aber wo bleibt der Aufruf an die Bundesbürger, ihr Englisch aufzupolieren? In der vernetzten, globalisierten Welt ist das ein weitaus wichtigerer Erfolgsfaktor als ausgezeichnetes Deutsch.
Die Wirtschaft, die Wirtschaft! Migranten, die vor einem Bürgerkrieg nach Deutschland fliehen, ohne dazu bereit zu sein, schlechtes Englisch zu lernen, um sich an der globalisierten Wirtschaft dieses armen Merkelstaates zu beteiligen, können gleich wieder gehen. Deutsch ist Amtssprache mindestens sieben europäischer Länder, Englisch spricht man europaweit allenfalls im “Vereinigten Königreich” und Irland sowie den diversen britischen Inselprotektoraten, aber das ist vielleicht nicht global genug gedacht. Kein Wunder geht’s mit Deutschland bergab, wenn wir immer nur an Europa (“Wir in Europa”, A. Merkel) denken. Die Belange
So wird das nix mit dem Aufschwung.
Das war mir völlig entgangen: Steve Albini von der großartigen Band Shellac hat was zum aktuellen Stand der Musikindustrie gesagt.
Music has entered the environment as an atmospheric element, like the wind, and in that capacity should not be subject to control and compensation. Well, not unless the rights holders are willing to let me turn the tables on it. If you think my listening is worth something, OK then, so do I. Play a Phil Collins song while I’m grocery shopping? Pay me $20. Def Leppard? Make it $100. Miley Cyrus? They don’t print money big enough.
Könnte funktionieren.
Habt ihr eigentlich dieses Jahr schon für Kakapos gespendet?



Du liest aber seeehr selektiv.
Zum Thema, ich sei ein Google-Anhänger: Das hast du geträumt. Wie ich zu Google stehe, steht hier http://netzwertig.com/2014/11/14/interessenvertretung-fuer-ein-freies-internet-warum-ich-chrome-geloescht-habe-und-wieder-firefox-nutze/
Wäre ich Leser deines Blogs, würd ich mir ob deiner schiefen Zusammenfassung für dumm verkauft vorkommen.
Wie du zu Google stehst, steht auch in dem anderen von mir verlinkten Beitrag.
Löblich, wenn sich das mittlerweile geändert hat; und ich lese dein Blog ja nicht, um mich darüber aufzuregen, sondern, weil da oft ein paar wirklich gute Gedanken darunter sind.
Zum Thema: Selektiv? Mag sein. Was habe ich übersehen?