Es ist Montag. Eine freischwingend gelagerte Masse habe einen Friedenspreis gewonnen, las ich anderswo. Für dieses feine Sezieren von Wortunsinn verlinke ich auch mal in fremde Kommentarecken. In meinem Stadtbild habe ich übrigens selbiges außerordentlich störende Reklametafeln gesehen. Hilfe, Herr Bundeskanzler!
Womit ich auch schon mittendrin wäre in den Nachrichten. Der Deutschlandfunk (Archivversion) informiert, in Brandenburg sei die AfD zweimal nicht Bürgermeisterpartei geworden. Für die Aussage, welche Partei stattdessen jeweils gewonnen hat, muss man mehr lesen als die Überschrift. Ist ja auch nicht so wichtig. Das journalistische Textformat „Was heute nicht passiert ist“ war mir aber immerhin neu und damit irgendwie interessant, aber könnte man es bitte wieder einstellen? Vielen Dank.
In den Vereinigten Staaten, ausweislich sozialer Medien neuerdings auch auf Deutsche (na gut, zumindest Berliner) abfärbend, wird unter dem Motto „Keine Könige“ — „No Kings“ — für mehr Demokratie gegen herrschende Oligarchen demonstriert. Keineswegs damit verbunden ist jedoch die überfällige Diskussion über die etwaige Notwendigkeit oder wenigstens Vorteile der direkten Demokratie (monarchistische Grundstruktur optional), deren fan ich zusehends energischer werde, je länger ich mir angucken muss, was sonst so passiert. Auf keinen Fall aber möchte ich hierfür die Regierung stürzen. Ich halte momentan mehr von sanfter Überzeugung als von radikaler Umwälzung. Eine solche spülte immer nur so unhöfliche Gestalten nach vorn. — Zum gleichen Thema: Gunnar Hinck, beruflich laut Autorenhinweistäfelchen Meinunghaber bei der „taz“, blödelt für ebenjene, Monarchien „abzuschaffen“ (eine wenigstens sprechende Wortwahl) habe nur Nachteile für „alle Seiten“: die „Bevölkerungen“ etwa „könnten ihre Spitze endlich wählen und abwählen“. Ganz schön EU-kommissions- und bundespräsidentenkritisch. Die da oben halten vielleicht Akten geheim und vielleicht auch nicht, mutmaßt die staatsfeindlicher Umtriebe bisher weitgehend unverdächtige Website „Abgeordnetenwatch“. An Informationen gerät man dennoch, man frage einfach einen Satelliten. Die globalisierte Digitalisierung läuft genau so hervorragend wie erwartet.
Und da wir sozusagen gerade beim Thema EDV sind: Da sich Bluesky für niemanden überraschend mittlerweile auch international als „da sollte man nicht sein“ herausgestellt hat, aber einige Menschen trotzdem irgendwo sein „müssen“, lese ich auf Mastodon wieder immer öfter die Idee, man solle doch dort wieder aktiver werden. Für den Fall, dass es auch dort bald zur Implosion kommt (obwohl das wirklich spät wäre), ist mir letzte Woche mit Org Social eine nerdig-nischige Alternative untergekommen: Jeder Account ist eine Textdatei auf einem selbstgewählten Server, der Standardclient (wobei es natürlich auch Alternativen gibt) ist GNU Emacs. Ich behalte das mal im Auge.
Behalte ich stattdessen im Ohr: Musik.
(Da! Er hört schon wieder Jazz statt kaputtem Metalcore! Jetzt ist er endgültig komisch geworden!)
Guten Morgen.




Angesichts des rechtwidrigen, in Täuschungsabsicht stattfindenden Aktengemauschels rund um die Belege der Korruption der Nomenklatura in Mandatsträger-Positionen möchte ich meiner Verwunderung Ausdruck verleihen, daß es da wohl allem Anschein nach rechtsfreie Räume© gibt. Fühlten sich genau jene Herrschaften nicht immer wieder und öffentlichkeitswirksam dazu berufen, ebensolche rechtsfreie Räume© mit allem Nachdruck abzuschaffen?
Ich hielte es angesichts der Bestrebungen zur Chatkontrolle bei uns, dem Pöbel, für dringend angemessen, alle Mandatsträger mit einer Black Box wie im Flugzeug auszustatten, die beweiskräftigen Aufschluß über die Vorkommnisse gibt. Das sind wir Wahrheit und Recht schuldig.
Sehr abgefahrene Musikauswahl heute. Ein drittes Dankeschön.
Nächste Woche gibt’s wieder Krach.
Nur zu. Der Kracher des Tages war ja auch nicht eben geräuscharm.
rümpelpümbel gefällt das, nicht nur simple, auch nicht doublo sondern triple!
Details später (vielleicht.)