Es ist Montag. Lustiges Spiel für JavaScript-Programmierer: Das Datumsquiz. Manchmal frage ich mich, warum es Menschen gibt, die so etwas aus freien Stücken beruflich machen. War zum Zeitpunkt der Berufswahl gerade keine Domina in der Nähe und man brauchte schnell einen Ersatz?
In Großbritannien gibt es neuerdings wohl ein System zur automatischen Erkennung des Alters, bisweilen mithilfe „künstlicher Intelligenz“. Das funktioniert genau so gut wie angenommen: Ist man einigermaßen EDV-interessiert, und das halte ich bei einem Großteil der britischen Minderjährigen für nicht völlig ausgeschlossen, dann ist die „Verifikation“ binnen Sekunden auch für eigentlich nicht zu Verifizierende erfolgreich. Ich finde das prinzipiell gut, ist doch das Alter ganz grundsätzlich im freien, globalen Internet als relevantes Persönlichkeitsmerkmal ungeeignet. (Mal ganz von der Frage abgesehen, wovor diese „Prüfung“ wen überhaupt schützen sollte. Haben die, die so etwas für zielführend halten, überhaupt schon mal mit richtigen Jugendlichen geredet?)
Zum Thema auch: Die Europäische Union überreguliert wohl ab August besagte „künstliche Intelligenz“, indem mehr Transparenz derselben vorgeschrieben werden soll. Wer jetzt nörgelt, dass das den Wettbewerb behindere, den Markt gar, und das alles dazu führe, dass den bescheuerten ChatGPT-Konkurrenzangeboten in Deutschland Steine in den Weg gelegt werden, dem entgegne ich: na, hoffentlich. Der überzogene Hype, allenfalls noch von demjenigen um Labubus übertroffen (man versprach mir den Weltuntergang, allmählich werde ich ungeduldig), um virtuelle Papageien mit riesigem Wortschatz, deren einziges feature es ist, an die Stelle menschlicher Kreativität das Neuabmischen von Kunst und Kultur treten zu lassen, mag auf gewisse Weise ein Fortschritt sein; ob aber jeder Fortschritt etwas Gutes sei oder ob nicht eine technische Lösung für ein eigens hierfür ersonnenes Problem — als wären zu viel Kreativität und zu viel Fantasie ernsthafte Gefahren für das menschliche Miteinander! — mitunter das Etikett „Kuriosität“ eher verdient hätte als das Etikett „Bereicherung“, wird in all der blinden Begeisterung für etwas, dessen Betrieb schon jeden Umweltschutzgedanken verspottet, nicht vergessen, sondern verdrängt. Man möchte ja nicht der Miesepeter sein. (Warum eigentlich nicht?)
Weitere gute Nachrichten aus China: Die dortige Staatspartei erhebt ernstliche Einwände gegen Missionare. Ich halte zwar viel von Religionsfreiheit, jedoch betrachte ich Menschen, die ohne Not in die Religion anderer Leute reinquatschen wollen, als für diese eher hinderlich. Wer mir ungebeten was verkaufen will, der ist letztlich wenig mehr als ein Spammer. Mich würde unironisch interessieren, wie viele derer, die dieses Missionieren verteidigen, einen „Bitte keine Werbung“-Aufkleber am Briefkasten haben. Gibt es dazu schon Erhebungen? Habe ich entsprechende Leser? (Trotzdem? Immer noch?)
Anbetungswürdig: Musik.
Guten Morgen.




LMAA mit seiner parasitären
Eigenschaft, die Ergebnisse menschliche Kreativität neu anzuordnen, ist nicht
endverbraucherorientiert, wie
ChatGPT Spielereien vermuten
lassen sollen. Es geht um die
totale Kontrolle, für die das Opfer
vorm gefälligst die Stromkosten zu bezahlen hat.
Irgendwie muss man das Heer
der Arbeitslosen unter Kontrolle
behalten. Mit LMAA und der
freiwilligen Wanze in der Hosentasche, wird es gelingen. Fußfessel überflüssig.
Tonnenschwere Ermittlungsakten
von Kriminalfällen der letzten hundert Jahre sind das Ergebnis menschlicher Kreativität, wenn der
Gendarm zum Schluss den Räuber
fängt. Umgekehrt chronologisch erzählt und ausgewertet, weiß die damit gefütterte “KI” von einer Straftat zu berichten, bevor sie begangen wurde.
Hallo Matrix !
Religionsfreiheit heißt für mich schlichtweg “Freiheit von Religion”. Spökenkieker, Geistgläubige, Anhänger immaterieller Entitäten dürfen sich gerne in Murmelschuppen ihrer Wahl versammeln und ihr Rhabarber, Rhabarber herunter leiern, aber bitte schön, sie sollen den Rest der Menschheit in Ruhe lassen.