Es ist Montag. Günter Hack hört (anscheinend) auf zu bloggen und hat ein paar vernünftige und daher bedrückende Gründe dafür. Es war ein Fehler, die Politik ans Internet anzuschließen. Wir sollten ein neues Internet ohne Politik gründen und die Politik mit den Chatbots im alten Internet allein lassen. – Andererseits: Sogar die Marketingmenschen raten von Chatbots ab.
Auf ähnlichem Gebiet: Die gewohnt weinerliche Partei der Humanisten nörgelt in gewohntem Duktus, es dürfe „nicht sein, dass ein Konzern wie Meta still und leise bestimmt, wer politisch sichtbar ist“, weil ihr aus irgendwelchen Gründen der Instagramaccount zugemacht wurde. Wer aber „politische Sichtbarkeit“ sagt und „auf fremden Plattformen rumhängen“ meint, der stellt dadurch vor allem unter Beweis, dass er für das Mitspielen im politischen Tagesgeschäft offenkundig zu unbedarft ist. Es gibt kein Grundrecht darauf, Kunde bei Facebook zu sein.
(In eigener Sache, quasi: Ein Leben, das so langweilig ist, dass man um Entschuldigung bitten will, weil man mal nicht binnen eines Tages eine Nachricht auf dem Smartphone beantwortet hat, möchte man ja auch nicht führen.)
Ärgerlicher Artikel, wenn auch schon ein bisschen älter: Wenn Männer zum Reisedildo werden. Das muss diese Gleichberechtigung sein, die immer alle haben wollen. Was hingegen wohl keiner mehr haben will, sind die 26 Jahre alten Früh-Emojis von NTT Docomo, die folgerichtig eingestellt werden. Die Natur beginnt sich zu heilen.
Auch heilsam: Musik.
Guten Morgen.



Ich würd noch einen Schritt weitergehen und der Politik das Internet komplett verbieten. Wahlplakate dürften bleiben, da können politisch interessierte junge Menschen immer noch so lustige Pimmel oder Hitlerbärtchen draufmalen.
Ärgerlicher Artikel? Nö, sehr informativ. Mann lernt was.