Es ist Montag. Birkenstock sei jetzt im Trend, entnehme ich fassungslos den „Fliegenden Brettern“. Hoffentlich geht’s den scheußlichen „Schuhen“ damit bald wie Bubble Tea: man sieht sie jahrelang nicht mehr im öffentlichen Raum und danach nur noch verschämt in irgendeiner dunklen Ecke.
Kapitalismus im Endstadium: „n‑tv“ berichtet sichtbar atemlos, ein oller Pulli von Diana (der Diana) werde versteigert, und zwar für wesentlich mehr Geld als angenommen. Ich habe den Beruf verfehlt. Diana hätte ich werden sollen. — Kleidung ist sowieso ein umstrittenes Thema: „Unserer Autorin fällt es schwer, auf Kleidungsuche nicht komplett durchzudrehen“; und dann wundern sich die Leute, dass unsereins seit der späten Jugend seinen Alltagskleidungsstil nicht mehr nennenswert geändert hat. Einzig der verkrampft gehobene Stil für so Anlässe kam seither hinzu, aber da dreht man ja nur durch, wenn man die Schuhe anzuziehen versucht. Das Aussuchen geht eigentlich.
Ein ehemaliges Mitglied des nordrhein-westfälischen Landesvorstands von Volt, einer sich vor allem an ein junges Publikum richtende Partei, die ihre ganze Existenz von der Piratenpartei abgeschrieben hat („paneuropäisches“ Selbstverständnis eingeschlossen), hat, entnehme ich einem Video, anscheinend den Holocaust relativiert, um eine Frauenquote durchzusetzen. Es war eine unglaublich dumme Idee, junge Naivlinge für die Parteipolitik begeistern zu wollen. (Apropos: Ist es eigentlich grundsätzlich noch legal, ohne Smartphone in einen Zug zu steigen?)
Kapitalisten, die was auf sich halten, machen einen großen Bogen um Netto, sonst wäre diese Meldung (Allergikerwarnung: „Golem.de“) ein weiteres Apropos wert: Einkaufswagen lassen sich dort demnächst vielleicht „ganz einfach“ mit dem Smartphone entsperren. So hält man Omas von der Kasse fern. Das Unternehmen hinter dieser tollen Erfindung heißt ungefähr Wanze. Das reicht ja auch schon zur Erklärung.
Das „Wall Street Journal“ erläutert (Archivversion mit ohne Bezahlschranke), dass Musikstreaming — und allen voran der Platzhirsch Spotify — nicht nur die Hörgewohnheiten der Kunden („Benutzer“) pervertiert hat, sondern auch die Werke selbst dessentwegen aus der Form geraten: Alben werden länger, Lieder dafür kürzer. Dem gilt es energisch entgegenzuwirken. Das aktuelle Album von NǽnøcÿbbŒrg VbërrHolökäävsT ist über 44 Stunden lang, was ein guter Ansatz ist.
Für heute jedoch sollen acht Minuten genügen.
Guten Morgen.


