NetzfundstückeIn den NachrichtenMontagsmusik
Amyl and the Sniffers — Snakes // Klobige Omas.

Na ja, erst mal ein Nickerchen.Es ist Mon­tag. Laut ein­er Studie wer­den Penisse immer länger, aber auch immer weniger frucht­bar. Ich bin von einem dieser bei­den Prob­leme nicht betrof­fen, halte die Entwick­lung aber ins­ge­samt für löblich. Bitte nichts dage­gen unternehmen.

Let­zte Woche wollte mir schon wieder jemand weis­machen, Demokratie, Wohl­stand und Friede seien wesentliche Errun­gen­schaften des West­ens, und wahrlich, Demokratie und Wohl­stand erre­ichen wieder ungeah­nte Höhen: Wenn man in Berlin SPD und Grüne abwählt, dann bekommt man halt stattdessen SPD oder Grüne. In Nürn­berg wiederum star­ben allein in diesem Win­ter mehrere Obdachlose; ganz schön undankbar von ihnen, immer­hin ist Wohl­stand. Nur der Friede hielt mich, zugegeben­er­maßen, davon ab, dem gestri­gen “viert­größten Karneval­szug Deutsch­lands” (Presse), der blöder­weise aus­gerech­net hier stat­tfind­en muss, einen deut­lichen Aus­druck des Miss­fal­l­ens auf den Weg zu geben. Erschreck­end viele Har­ry Pot­ters säumten jeden­falls am Abend die Straßen. Her­auszufind­en, ob “ava­da kedavra!” bei ihnen wirk­lich funk­tion­iert, war mir allerd­ings zu doof. — Zufalls­fund: Die Jugen­dor­gan­i­sa­tion der MLPD hat was gegen Kif­f­en. Keine Ahnung, was stattdessen ihre Ausrede dafür ist, so zu sein.

Jahre­lang wies ich an ver­schiede­nen Stellen zu ver­schiede­nen Gele­gen­heit­en darauf hin, dass die Kosten­loskul­tur in der EDV gar keine so überzeu­gende Idee ist, weil Qual­itätssicherung was kostet und Entwick­ler ihre Miete auch gern bezahlen wür­den. Es beruhigt mich, dass auch das offen­bar zur Besin­nung gekommene Lin­uxbe­jubelungs­magazin “heise online” mir mit­tler­weile zus­timmt, indem es Mar­tin Hol­land fordern lässt, die Nutzung von Mastodon solle endlich auch die ein­fachen Nutzer ordentlich Asche kosten. Spreu und Weizen, man ken­nt es.

Für das bizarre öffentlich-rechtliche “Ange­bot” “Funk” hat “Cold­mir­ror”, deren früheres Schaf­fen mich bis heute eher irri­tiert, die Titel irgendwelch­er Pornospams ins Deutsche über­set­zen lassen und vorge­le­sen. Das Ergeb­nis ist, wie ich trotz der ver­gle­ich­sweise gerin­gen Eigen­leis­tung zugeben muss, ziem­lich lustig. — Ander­swo im Web hat jemand “abgelehnte Emo­jivorschläge” gesam­melt, also diejeni­gen Emo­jis, die nicht in den jew­eili­gen Stan­dard aufgenom­men wor­den sind. Am meis­ten freut mich die Nichtzu­las­sung vom “Frown­ing Face with Low­ered Eye­brows”. Ich würde son­st wahrschein­lich viel häu­figer Emo­jis benutzen (oder zumin­d­est dieses); etwa, wenn ich solche Mel­dun­gen lese: Zwei Geschicht­en von Don Rosa — dem einzi­gen ehe­ma­li­gen Dis­neyze­ich­n­er, dessen Werk im Schrank zu haben eine Bere­icherung ist — wur­den vom skru­pel­losen Dis­neykonz­ern in den Giftschrank geschoben, weil in ihnen ein von einem ziem­lich überze­ich­neten afrikanis­chen Medi­z­in­mann beschworen­er Zom­bie auf­taucht. Kann man nicht mehr machen. Dagob­ert Duck ist jet­zt eine Naz­i­comic­fig­ur. Die Ein­schläge kom­men näher.

Und was machen wir, wenn die Ein­schläge näher kom­men? Richtig: Wir hören Punk.

Snakes

Guten Mor­gen.