Als die Bundesregierung ihr untertänig die Bitte zugeflüstert hatte, vielleicht darüber nachzudenken, an Ostern nicht mit den letzten überlebenden Rentnern Bullshitbingo (“Messe”) zu spielen, überlegte die katholische Kirche nicht lange und befand, das sei zwar eine hübsche Idee, aber leider sehe man sich außerstande, die Gesundheit der Ihren nicht zu gefährden, und die Bundesregierung solle woanders spielen gehen.
Man könnte darüber spekulieren, ob das angesichts des Umstands, dass die christlichen Kirchen bis heute die einzigen sind, deren Symbol ein antikes Folterinstrument ist, überhaupt beachtlich ist, oder (was ich für witziger halte) man bemerkt das schnelle Einschreiten des gottesstaatlichen Innenministers:
Seehofer stellte klar, dass es weder um ein Verbot noch um die Forderung gehe, Gottesdienste zu Ostern ausfallen zu lassen. «Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hier um eine Bitte handelt», betonte er. «(…) Das Innenministerium hat (…) schon sehr früh in der Pandemie gemeinsam mit den Kirchen Hygiene-Konzepte ausgearbeitet, die bis heute tadellos funktionieren.»
Wenn funktionierende Hygienekonzepte in Verbindung mit erhöhtem Steuerpotenzial aber schon reichen, um die Coronaverfügungen der zuständigen Stellen für nichtig erklären zu dürfen: Warum sind in Bayern dann eigentlich die Restaurants noch zu?
Da darf doch bestimmt auch gebetet werden.


Ei wänt ju to P A N I K
Klappt ja schon ganz gut.