NerdkramsNetzfundstücke
Liegengebliebenes vom 30. März 2021

Die Piratenpartei Mainz/Rheinhessen-Nahe fragt, war­um es neben der Corona-Warn-App, die zwar quell­of­fen ist, aber ein Smartphone vor­aus­setzt, auch die Luca-App geben muss, die nicht quell­of­fen ist, aber theo­re­tisch auch ohne Smartphone funk­tio­nie­ren soll. Genau, las­sen wir die Armen, Alten und Datenschützer - die ande­rer­seits auch nicht ange­tan sind - doch ein­fach drau­ßen. Die sind eh nicht stubenrein.

Nachtrag: Etwas aus­führ­li­cher senf­te ich hier zum dau­ernd wech­seln­den Stand die­ser App. 


Schon jetzt die tol­le Idee des Jahres: Ein Vibrator, der stär­ker vibriert, wenn das bestell­te Essen gleich ein­trifft. Mir ist ja bekannt, dass gutes Essen auch Glücksgefühle aus­lö­sen kann, aber das erscheint mir doch etwas überzogen.


Woran denkt ihr, wenn ihr „Digitalpolitik“ hört? Klar: An die CDU!


Ein Nachtrag zu der Richard-Stallman-Geschichte von gestern: Die Free Software Foundation hat ihren Ruf bereits mit einem neu­en Mitglied auf­zu­po­lie­ren ver­sucht. Dessen wesent­li­cher Beitrag zu frei­er Software besteht dar­in, auf GitHub irgend­wel­che Projekte anzu­pö­beln, die nicht die GPL nut­zen. Immerhin erken­nen die­se Projekte aber neid­los sei­ne „inter­es­san­ten Beiträge zur Verbesserung“ an.


Potenzieller Fnord des Monats: An der University of Oxford flie­gen Mozart und Beethoven aus dem Curriculum, weil sich schwar­ze Studenten von ihnen mög­li­cher­wei­se unter­drückt fühlen:

Ze stel­den dat het onder­wi­j­zen van ‘kolo­nia­li­sti­sche repre­sen­ta­tie­sy­ste­men’ zoals muzie­kno­ta­tie een klap in het gezicht is voor som­mi­ge stu­den­ten. Dergelijke stel­sels zou­den hun band met het kolo­nia­lis­me nog niet van zich afge­schud hebben.

Da klap’ selbst ich mir in het gezicht. Obwohl man das gera­de nicht soll. Is’ ja Corona.


Wo muss denn unbe­dingt noch mehr Internet rein? Richtig: In euer Konto bei der Commerzbank!

Senfecke:

  1. Corona ist halt eine Armenseuche. Wenn von denen nun ein paar Millionen weni­ger da sind, fällt das halt nicht auf. Ist doch klar, dass auch die deut­sche IT das nutzt. Die sind ja auch gar nicht dafür bekannt, dum­men Reichen mit beson­ders „sinn­vol­len“ Widgets/Gadgets/Tools & Apps die Knete aus der Tasche zu zie­hen (von daher passt auch Dein Vibratorlink). 

    Da muss man nur schau­en, wie so ’ne IT-Bude auf­ge­baut ist. Als CEO fun­giert ein Staubsaugervertreter (mit eher nie­de­rem bis mitt­le­rem Bildungsweg), der einem Pulk von Doktoren und Professoren der Mathematik, Informatik und Physik sagt, was sie zu tun und zu las­sen haben (inkl. Toilettengang). Einer von denen darf dann mal CTO spie­len. Dort darf er dann aus­wen­dig gelern­te Marketingphrasen irgend­wel­cher zuge­kok­sten Bürokaufleute in schlech­tem Denglisch rezitieren. 

    Die ande­ren Buden haben, in einem Anfall von Größenwahn, sich so ver­schul­det, dass sie von der Private Equity gleich über­nom­men wur­den, die dann das kom­plet­te Management stellt. Diese Buden die­nen nur noch als Steuerabschreibungsmodell für die son­sti­gen Geschäfte der PE. 

    Aber gut für die eher armen, dass es da auch was aus China gibt (wenn man denn jetzt noch zumin­dest man­da­rin könn­te). Für die ganz armen fällt das Technikspielzeug ohne­hin weg. Was der deut­schen IT die Kunden, sind dem deut­schen Staat die Bürger: Immer nur die dum­men Reichen. Alles ande­re ist kein Bürger. Von daher mag die Anfrage der Piraten zwar irgend­wie nett gemeint sein, aber in der Versenkung verschwinden.

    • Wie so vie­les, was die Piraten neu­er­dings ver­zap­fen, ist der Text der Piraten halt auch hand­werk­lich schlecht gemacht.

      Seit gestern, las ich lei­der zu spät, gibt es den Quellcode der Luca-App unter einer selt­sa­men Lizenz. Immerhin.

      • Ich fra­ge mich, was wird die näch­ste Killer-Ablikation sein.
        Bis das System mal funk­tio­niert oder muß sich jeder irgend­wann ein Portfolio von Apps instal­lie­ren. Die alles
        etwas kön­nen nur nicht rich­tig und nur im Zusammenspiel mit­ein­an­der sinn­vol­les herausbringen.

        Wäre wohl bes­ser gewe­sen, man hät­te das mit einem Preisgeld aus­ge­schrie­ben, um zu schau­en was für krea­ti­ve Dinge da rauskommen.

        Auch ein inter­es­san­tes Geschäftsmodel, die all­ge­mei­ne Bevölkerung bekommt das kosten­los, nur die Behörden müs­sen dafür zah­len (Wie finan­ziert sich das?) .

    • Also ein BWler der gera­de sein Bachelor oder Masterabschluss geschafft hat, macht das besser?
      Mir ist lie­ber einer der einen mitt­le­ren Abschluss hat und zu prak­ma­ti­schen Lösungen fähig ist.
      Als jeder Manager, der sich über­all aus­zu­ken­nen meint und meint er wäre der Beste, da er die
      neu­sten Managementheorien vertritt.

      Es wer­den in der Realität Verkäufer gefragt, die den größ­sten Schund an den Mann brin­gen. Am
      besten die Buzzworte: Quantencomputer, Cloud, App, Künstliche Intelligenz… nicht vergessen
      (The Machine that goes Bing).
      Schlussendlich muß der Kunde wei­ter aus­ge­presst wer­den, damit die Software bei ihm endlos
      gete­stet und ange­paßt wird, das die­se halb­wegs funk­tio­niert. In Deinem Beispiel wäre der, der
      das am Besten ver­käuft, zum CTO fähig, die ande­ren haben halt Pech gehabt.

  2. Mit Apps eine Pandemie bekämp­fen ist, wie mit dem Auto zu fah­ren. Eine lusti­ge Beschäftigung, wenn man mal gera­de nicht im Stau steckt.

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