Nach dem großen Erfolg von Windows 95 in JavaScript hat derselbe Entwickler jetzt Mac OS 8 in JavaScript, naja, zum Laufen gebracht oder, wie ich es nennen würde, die Sicherheitsprobleme von 2020 nach 1997 rückportiert. Ich freue mich schon auf Windows Me.
Das Internet ist in den USA von noch immer erstaunlichem Puritanismus geprägt. Weil Donald Trump diesen Puritanismus – nicht ganz uneigennützig – gern etwas einschränken würde, erläutert das ehemalige EDV-Fachmagazin gerade die aktuellen Regeln:
Artikel 230 CDA stellt Anbieter und Benutzer eines „interaktiven Computerdiensts“ bislang zivilrechtlich frei für „jede Handlung, die freiwillig in gutem Glauben unternommen wird, um den Zugang zu oder die Verfügbarkeit von Material einzuschränken“, das Betreiber oder Netzwerkmitglieder „als obszön, unzüchtig, lüstern, schmutzig, übermäßig gewalttätig, belästigend oder anderweitig anstößig erachtet“.
Lüsternes Material. Guter Bandname eigentlich.
Die amtierende Nachfolgerin Friedrich Happichs, Beate Hofmann, teilt mit, christlicher Glaube sei „unvereinbar“ mit „rechtem Gedankengut“. So abwegig wirkt die Behauptung, es gebe bedeutende Überschneidungen zwischen derjenigen Körperschaft, die über eintausend Jahre lang der Ansicht war und teilweise bis heute ist, dass man seinem eingebildeten Freund nur dann gefallen kann, wenn man alle umbringt, die nicht freiwillig denselben eingebildeten Freund haben wollen wie man selbst, und einer Bewegung, die es für eine gute Idee gehalten hat, alle umzubringen, die denselben eingebildeten Freund falsch anbeten, auf mich jetzt nicht, aber ich bin auch keine Bischöfin.
Lärm gefällig? Pornohelmut!



Auf Twitter hast du dich als Fanboy von Don Alphonso geoutet? Gibt’s da einen speziellen Grund?
Bitte? Missbraucht da jemand meinen „guten“ Namen?
Ich bin niemandes Fanboy, bereits für bloßes Fantum meinerseits müsste er schon verdammt gut singen können (was ich nicht weiß) – gelegentlich schreibt er vergleichsweise kluge Dinge inmitten seiner Silber‑, Kunst- und Fahrradhuldigungen, allerdings bin ich nicht willens, die „WELT“-Paywall wegzubezahlen. Auf Twitter machen sich nur gerade sehr viele Menschen enorm zum Vollkeks, in solchen Situationen ist das Dasein als Zyniker ein eigentlich ganz entspannendes.
Vielleicht habe ich in der TL auch was verwechselt. Seit er hinter der Paywall verschwunden ist, nehme ich ihn gar nicht mehr wahr. Macht halt mit seinen Immobilien und seinem Scheiß-Tegernsee gerne einen auf dicke Hose
Rein finanziell würde ich durchaus mit ihm tauschen wollen. Aber für Springer zu arbeiten missfiele mir.
51.000 verkaufte Auflage der WELT, knapp über Taz-Niveau. Da würdest du auf einem sinkenden Schiff anheuern. Seine Kolumne ist reine Eitelkeit, keine ernstzunehmende Einkommensquelle. Der Typ hat doch Kohle ohne Ende.
Ich hätte auch nichts dagegen, für meine gelegentlich ausfälligen „Texte“ hier bezahlt zu werden – ganz unabhängig von der Höhe der Bezahlung -, so lange keine redaktionelle Einflussnahme stattfindet. (Und der Übergang von FAZ zur WELT war ja fließend.) – Dass Print zu Recht seinen Stand aufgeben musste, ist davon unabhängig zu betrachten. Denk‘ ich an Don Alphonso, denk‘ ich an Online. Online hat keine Auflage. (Schlimm genug.)
Da müsstest du aber eine Honorarpauschale ausmachen, denn mit einem Zeilenhonorar von sagen wir mal einem Euro (das ist das aktuelle Zeilenhonorar Tageszeitung bei Auflage von 50.000 bis 100.000) würdest du mit deinem Output nicht reich werden
Ich kann auch sehr, sehr viele Zeilen schreiben, wenn ich will (etwa bei meinen Musikrückschauen am Jahresende). Ich will nur meistens nicht.
Die müssten Dich nach Satzlänge bezahlen, Tux. Du wärst Millionär.
Nö. (Gegenbeweis.)