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Medienkritik in Kürze: Darwin hört (immer noch) Musik

Laut der „WELT“ – will nicht direkt verlinkt werden (LSR) – haben Forscher überraschend herausgefunden:

Mehrere Stunden täglich nutzen die Deutschen ihr Smartphone – nicht nur zuhause, sondern auch im Straßenverkehr. Erste Statistiken zeigen nun, wie häufig das zu Unfällen führt. (…) Ein Test der Universität Braunschweig habe schon vor Jahren gezeigt, dass rund 13 Prozent von 12.000 in mehreren Städten erfassten Autofahrern abgelenkt waren, die meisten vom Tippen auf ihrem Handy.

Die Überschrift des Artikels lautet:

Smartphones sorgen für mehr Verkehrstote als Alkohol

Dass dieses absolut scheinende Verhältnis noch keineswegs nachgewiesen ist, wie auch die „WELT“ im Artikel schreibt, ist nur eine der beiden Unsauberkeiten in besagter Zeile. Noch weniger schön erscheint mir die Darlegung, es sei niemals der Mensch ein Schuldiger. Autos erfassen jemanden, Schüsse lösen sich, Raketen zerfetzen jemanden, Smartphones sorgen für Tote; es kann ja der Mensch nichts dafür. Niemals kann er etwas dafür.

Wenn nun aber Alkohol in direkter Konkurrenz zum Smartphone zu verstehen ist, ließe sich das Problem dann nicht einfach lösen, indem man vergleichbare Regeln einführt? Die Teilnahme am Straßenverkehr ist nur mit höchstens drei (in Bayern: bis zu fünf) Tweets in der letzten halben Stunde erlaubt, ein selfie außerhalb einer Stehfläche wird mit Führerscheinentzug nicht unter drei Jahren bestraft.

Oder man löst das Problem so konsequent wie die Vereinigten Staaten das Alkoholproblem in der Öffentlichkeit lösen: Smartphones im Verkehr sind erlaubt – aber die Einkaufstüte muss dranbleiben. :ja:

(siehe auch; via Schwerdtfegr (beta))

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