KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Morgen

Morgen (1969)Lange nichts mehr über Musik geschrieben.

In der florierenden US-Musikszene des Jahres 1969 – das ist jetzt genau 50 Jahre her – war es vergleichsweise leicht, als Musikgruppe kaum aufzufallen. Zu denjenigen Gruppen, die bislang nicht mal einen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia bekommen haben, gehört Morgen. Morgen war ein von 1968 bis 1969 bestehendes Quintett, einer derer Mitgründer Steve Morgen hieß oder vielleicht noch heißt, was den Namen erklären kann. 1969 fand das einzige, anscheinend namenlose Studioalbum von Morgen (Amazon.de, TIDAL) den Weg aus einem Studio heraus und in Plattenläden hinein.

Natürlich atmet es auch noch den Geist der späten 60er und wartet mit beinahe gewöhnlichem Psychedelic Pop/Rock („She’s The Nitetime“) auf, darüber hinaus, behauptet das Internet, ist es jedoch auch ein Pionieralbum des Heavy Metals. Auf dem Coverbild ist „Der Schrei“ abgebildet. Ich mag das Bild.

Morgen – Welcome To The Void

Mit Pantera und Iron Maiden hat es freilich kaum Gemeinsamkeiten, vielmehr höre ich Blues- („Love“) ebenso wie Hippierock, der zu dieser Zeit längst aus der Mode gekommen war, was die vergleichsweise Unbekanntheit von Morgen vielleicht erklärt, vielleicht aber auch nicht. Als Einflüsse der beteiligten Musiker wurden unter anderem Pete Townshend, Jimmy Page und die Rolling Stones genannt. Das merkt man. Das ist gut.

Wie man es auch immer genrisch einzuordnen gewillt ist: Ich mag’s aus dem gleichen Grund, warum ich das umstrittene „Their Satanic Majesties Request“ der damals schon ollen und bereits erwähnten Rolling Stones mag. In irgendwelchen Zeitschriften und Onlineshops stünde über/unter/neben diesem Album so was wie „für Fans von …“. Aber ich mag kein Fantum. Ich mag nur einfach gute Musik. Dies hier ist gute Musik.

Hört’s!

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
:P 
:ups: 
:cry: 
:evil: 
:twisted: 
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