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Kurzkritik: Maïak – A Very Pleasant Way to Die

Maïak - A Very Pleasant Way to DieLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Ausgerechnet in der Schweiz wurde 2010 das Quartett Maïak gegründet, über das ich zu meinem Bedauern wenig Neues finden kann, weshalb ich bis auf Weiteres davon ausgehe, dass es schon wieder nicht mehr existiert. Zwischendrin, 2015 nämlich, veröffentlichte es jedoch das Album „A Very Pleasant Way to Die“ (Amazon.de, Bandcamp.com), das ich als gelungen zu bezeichnen wage.

Maïak selbst heißen wie die kerntechnische Anlage, auf deren Gelände sich 1957 der Kyschtym-Unfall zugetragen hatte, was den Titel des Albums zu einem nicht unwitzigen macht. Folgerichtig spielen – oder spielten – sie diejeige Art von Musik, die ich am ehesten mit einem Kernkraftunfall verbinden würde, nämlich Postrock.

Das altbekannte Laut-leise-Spiel, im Postrock ein wesentlicher Grund, warum er es schwer hat, langfristig zu fesseln, schaffen die vier Musiker aufzubrechen, indem sie entweder konstant brodeln („Nutributter Green Is People“) oder schlicht häufiger mal die Richtung („I’m Not a Man, I’m a Free Number“) oder gar das Genre (etwa im Ufftata-Schlussteil von „We All Live in a Yellow Kursk“) wechseln.

Maïak – Nutributter Green Is People

Vorwerfen könnte man Maïak, sofern man das unbedingt möchte, die gelegentlich etwas verwaschene Produktion. Aber wer wäre ich, eine Band allein nach ihren technischen Möglichkeiten statt nach ihren Fähigkeiten zu bewerten? Ein Unmensch, sage ich.

Insofern: Gutes Album.

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
:P 
:ups: 
:cry: 
:evil: 
:twisted: 
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