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Kurzkritik: Kavrila – Blight

Kavrila - BlightLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Nun ist es Teil des Wesens von Musik, dass ihre Rezeption dem Anlass folgt: Dummer Elektrokrach bereitet auf Tanzfesten mehr Freude als im Großraumbüro, sanfter Postrock ist an warmen Sommerabenden interessanter als zwischen Glockengebimmel unter einem Tannenbaum. Und heute – heute ist Valentinstag, der Tag der Liebe. Was passt zu so einem Tag am besten? Genau: Krachender Metal.

In Hamburg wurde 2016 die vierköpfige Band Kavrila gegründet, die außer zwei EPs („Rituals I“ und „Rituals II“) bisher ein Album veröffentlicht hat, nämlich „Blight“ (Amazon.de, TIDAL, Bandcamp). Von „laut.de“ wurde die Selbstbeschreibung der Band, sie sei „der haarige Arsch, der dir ins Gesicht springt, während du beim Frühstückstee sitzt“, weitgehend unkritisch übernommen, was nicht mal besonders falsch ist. Musikalisch wird von Doom über Sludge bis Posthardcore alles aufgeboten, was man mit einem Rest an Musikhörerehre stileinordnen kann.

Eingerahmt von den Noisespielereien in den beiden Teilen von „Each“ feuert das Quartett hier weitgehend aus allen Rohren, auch Säuselgesang ist selbstverständlich nicht zu erwarten. Das englische „blight“ bedeutet ungefähr Zerstörung und Pesthauch und genau so hört sich das auch an. Dies ist keine schlechte Musik.

„Eine Empfehlung“, schrieb Alexander Santel auf „metal.de“, erhalte dieses Album „für alle Hobbynihilisten“. Wie eingangs schon festgestellt: Es ist daher letztendlich der Tag, der zählt.

So lässt sich der Valentinstag aushalten.

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
:P 
:ups: 
:cry: 
:evil: 
:twisted: 
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