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Annexion bitte nur gegen Bares

Im August vergangenen Jahres nörgelte die damalige Bundesregierung anlässlich der Übereignung der Krim an Russland folgendermaßen herum:

Danach werde die russische Annexion der ukrainischen Krim als ein Bruch des Völkerrechts betrachtet, der die europäische Friedensordnung infrage stelle. (…) Staatliche Grenzen müssten akzeptiert werden.

Warum das von der ekligen NATO sicherheitshalber bedrohte Russland fortan übermäßig sanktioniert wurde, wird klar, wenn man aktuelle Nachrichten liest, zu deren Zustandekommen es seitens der Bundesregierung allenfalls ein entrüstetes Schütteln des Zeigefingers zu lesen gab, nämlich zum Beispiel diese:

Israel erweitert laut mehreren ortsansässigen Quellen seinen Einfluss auf das von der Opposition besetzte südliche Syrien. (…) Die Erweiterung der Sicherheitszone kennzeichnet eine Bewegung hin zu einer tieferen Einmischung Israels in Syriens Bürgerkrieg. (…) Israel macht sich nicht nur Sorgen wegen des Irans und dessen Allierten im Libanon, sondern auch um seine Kontrolle über die Golanhöhen. Israel hat das 1.200 km² große Gebiet 1967 eingenommen und hält es seitdem besetzt. Anders als die anderen von ihm besetzten Gebiete hat Israel die Golanhöhen 1981, von der internationalen Gemeinschaft verurteilt, offiziell annektiert.

(Nicht besonders textnahe Übersetzung von mir.)

Während Fefe noch rhetorisch spekuliert, ob die amtierende Bundesregierung wenigstens diesmal auch das israelische Verschieben fremder staatlicher Grenzen sanktionieren würde, habe ich eine Vermutung, warum bei völkerrechtswidrigen Abscheulichkeiten seitens der Türkei und eben Israels von spürbaren Strafen seitens der internationalen Gemeinschaft abgesehen wird: Anders als Russland sind diese Staaten zwar nur mittelmäßig zuverlässige Verbündete, aber wenigstens leidlich zahlungskräftige Kunden.

Daran, dass Deutschland Israel zwecks effizienter Vorwärtsverteidigung auch noch mit Kriegswaffen beliefert, stört die Politik daher auch nicht, dass damit Kriegsdinge getan werden, sondern, was die Innenpolitik des Empfängers sonst so macht: „Es gibt nach wie vor Korruptionsvorwürfe gegen Benjamin Netanjahu und sein Umfeld. Das ist nicht ausgeräumt.“ Seine eigenen Grenzen auf der Landkarte herumzuschieben wäre unter der Bedingung, dass die deutsche Rüstungswirtschaft davon finanziell profitiert, ja völlig legitim, aber bei Korruption hört das Verständnis auf. Da geht es immerhin um Geld!

Braucht Russland eigentlich noch ein paar Panzer?

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