MontagsmusikPolitik
Toundra – Kitsune // Sechs Tage ahnungslos.

Es wird Herbst, die Eulen verlieren ihre Blätter.Es ist Montag; womit die Welt das verdient hat, ist jedoch leider unklar. Beruhigend aber ist es, dass sie ihren Humor nicht verloren hat: Am vergangenen Donnerstag wurde ein Gespräch mit Hillary Clinton von einem Video eines niesenden Pandas unterbrochen, anschließend aber leider fortgesetzt. Einen präsidialen Pandabären würde ich jedenfalls wählen.

Falls es überhaupt so weit kommt, denn das politische System ist auch hierzulande irritierend. In nur einer Woche hätte es wieder keiner ahnen wollen, denn Demoskopie geht meist vom frei erfundenen Idealfall aus, nämlich davon, dass Menschen stringent handeln und Wahlprogramme irgendetwas mit Realpolitik zu tun haben. Dann wird wieder irgendjemand betroffen in irgendeine Kamera gucken und verkünden, dass die Populisten zwar „leider” irgendwo „drin” seien, aber immerhin isoliert, denn tatsächlich hat in der beinahe unvermeidlichen knappen Mehrheit für die rechtspopulistische Koalition aus dem unheiligen Bündnis aus CDU und CSU sowie der Partei des Sozialabbaus (PdS, ehem. SPD) niemand sonst ein Wörtchen mitzureden, was ungefähr der Politik der vergangenen vier Jahre entspricht: Die Isolation der Mehrheit als Bewahrung der Demokratie. Was dann kommen wird, ist absehbar: In Medien, die nicht verlinkt werden möchten, forderte dieser Tage der heute seinen 75. Geburtstag feiernden (weil „begehenden” doch recht uncharmant wäre) Wolfgang Schäuble eine Rente ab 70 Jahren. Ich bin ja selten seiner Meinung, finde aber, er hat Rente wirklich dringend nötig.

Neues aus der Geschlechterforschung: Autisten beiderlei Geschlechts haben besonders männliche Gesichter, von einer Autistenquote in Führungspositionen ist daher vermutlich gleich doppelt Abstand zu nehmen. Andererseits: Um irgendwo als Chief Security Officer anfangen zu dürfen, reicht ja auch ein Musikstudium aus.

Passt ja, für Logik sind sich sowieso die meisten Branchen zu fein: Der Nutzlosdienst Golem.de behauptete gestern, bei „Alexa” und „Google Assistant” handele es sich um „smarte Lautsprecher”, während zu meiner Zeit Geräte, in die man reinspricht und die dann irgendwas machen, noch „Mikrofone” (wenn sichtbar) oder „Wanzen” (wenn nicht so offensichtlich sichtbar) hießen. Geräte, die smarter sind als diejenigen, die über sie berichten: Das ist wohl diese Zukunft, von der immer alle reden.

Da halte ich mich doch lieber an die Vergangenheit, zum Beispiel an das Jahr 2016.

Guten Morgen.


In eigener Sache: Ich habe mein WordPress-Plugin WP-WahlBlackout für die anstehende Bundestagswahl ein bisschen überarbeitet, unter anderem mit etwas sinnvolleren Verweisen auf der mitgelieferten, aber immer noch zweckmäßig gestalteten Abschaltseite. Wer es nutzen möchte, der möge das tun.

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
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