Mir wird geschlechtIn den Nachrichten
Goo­gles ein­ge­bil­de­tes Frau­en­pro­blem

In der Rei­he der Tech­nik­or­ga­ni­sa­tio­nen, in denen ein zer­set­zen­des Kli­ma herrscht, seit Kra­wall­fe­mi­ni­sten aller­lei Geschlechts die Ansicht durch­zu­bo­xen ver­su­chen, ein kusche­li­ges Mit­ein­an­der sei in der EDV min­de­stens genau so wich­tig wie, ver­mut­lich aber noch weit­aus wich­ti­ger als Pro­duk­ti­vi­tät (denn gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis dafür, wenn man sich heu­te geschlechts­mä­ßig als Apa­che-Kampf­hub­schrau­ber fühlt, hat einem Unter­neh­men gefäl­ligst mehr zu bedeu­ten als dass man des­we­gen heu­te lei­der nicht pro­duk­tiv arbei­ten kann #auf­schrei), steht nach dem Tor-Pro­jekt und Git­Hub jetzt, wie man liest, auch Goog­le.

Goog­le, eines die­ser Unter­neh­men, die stolz einen „Code of Con­duct“ vor sich her­tra­gen und natür­lich eine eigens für Diver­si­tät zustän­di­ge Vize­prä­si­den­tin über­be­zah­len, als sei Geschäfts­er­folg zweit­ran­gig, ver­sucht gera­de einen Sturm im Was­ser­glas zu über­win­den, nach­dem einer sei­ner Ange­stell­ten, der in einem inter­nen Schrei­ben die Ansicht ver­trat, dass Frau­en in der EDV nicht völ­lig grund­los unter­re­prä­sen­tiert sind, son­dern womög­lich ein­fach natur­ge­mäß ande­re Inter­es­sen haben, womit der Wunsch Goo­gles, Frau­en aktiv zu för­dern, letzt­lich Män­ner dis­kri­mi­nie­re, als Beweis dafür, dass er damit völ­lig Recht hat­te, der Arbeits­lo­sig­keit über­ge­ben wur­de.

Ich mei­ner­seits hal­te ja – anders, als der Femi­nis­mus, den ande­rer­seits eine Unter­re­prä­sen­tie­rung in mies bezahl­ten Hand­werks­be­ru­fen augen­schein­lich kei­nes­wegs zu inter­es­sie­ren scheint, denn „Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit“, also lei­stungs­un­ab­hän­gig hohes Gehalt, soll es bit­te­schön nur dort geben, wo genug Net­to­geld rein­kommt, es gern hät­te – nach wie vor sehr viel vom Ver­dienst­prin­zip. Wer schei­ße pro­gram­miert, der ist auch dann jemand, der schei­ße pro­gram­miert, wenn er ein gefäl­ligst wert­zu­schät­zen­des Geschlecht hat und/oder zu haben glaubt. Dar­an ändert auch ein Ver­hal­tens­ko­dex bemer­kens­wert wenig. Ein Geschlecht zu haben ist noch kein sinn­vol­ler Bei­trag für die Gesell­schaft. Selbst­re­dend ist die media­le Rezep­ti­on sei­tens fach­fer­ner Autoren eine ande­re: Im „Tages­spie­gel“ zum Bei­spiel behaup­tet Oli­ver Voss von vorn­her­ein, Infor­ma­tik sei einst Frau­en­sa­che gewe­sen, als bestehe zwi­schen dem Umstand, dass für das Pro­gram­mie­ren von Com­pu­tern in deren Früh­zeit, also in den 1940-er Jah­ren, kaum leben­di­ge, nicht gefan­ge­ne und nicht ander­wei­tig beschäf­tig­te Män­ner zu fin­den waren, und dem Fakt, dass gera­de ein Welt­krieg statt­fand, kei­ner­lei Zusam­men­hang. Frau­en hat­ten eben nicht beson­ders viel zu tun und waren auch eher ungern an der Front.

Dabei scheint der ursprüng­li­che Feh­ler, der bei Goog­le (und so wei­ter) gemacht wur­de, allein der zu sein, das Geschlecht über­haupt zu einem ent­schei­den­den Kri­te­ri­um für irgend­et­was gemacht zu haben. In einer Welt, die Geschlech­ter­gren­zen ein­rei­ßen soll (es gebe, sagt man, sowie­so unzähl­bar vie­le Geschlech­ter), ist der Ver­such, ein bestimm­tes Geschlecht stär­ker aktiv ein­zu­bin­den als ein ande­res, ein mora­li­scher Rück­schritt, der sich ins links­re­gres­si­ve Nar­ra­tiv der Zeit zwar har­mo­nisch ein­fügt, des­sen Fol­ge­schä­den jedoch unab­seh­bar blei­ben.

Senfecke:

  1. Das war aber lang noch nicht alles, denn Goog­le hat mög­li­cher­wei­se ein Frau­en­pro­blem ent­schei­dend ist das nun aber in kein­ster Wei­se.
    Goog­le ist der größ­te Feind über­haupt, das soll­tet ihr end­lich mal einsehen…und…lest das Pam­phlet doch wenig­stens ein­mal rich­tig durch.

  2. Also, das Goog­le von den Femen sozu­sa­gen feind­lich über­nom­men wird/wurde; da hält sich mein Bedau­ern in über­schau­ba­ren Gren­zen.
    Git­Hub ist da m.M. nach schon eher ein Pro­blem.

    • Nur, wenn man blöd genug ist, Git­Hub als die ein­zig vali­de Mög­lich­keit zum Weg­spei­chern von Din­gen zu betrach­ten.

      • Dazu bin ich nicht blöd genug.
        Wohl aber offen­bar zuvie­le Ande­re, um deren Wer­ke es echt scha­de wäre…

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