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Kurz­kri­tik: Free Sala­man­der Exhi­bit – Unde­stroy­ed

Etwas – wenn auch nicht viel – ern­ster als letz­tes Mal geht es bei Free Sala­man­der Exhi­bit zu.

Die Musik­grup­pe Slee­py­ti­me Goril­la Muse­um, 1999 aus Idi­ot Fle­sh her­vor­ge­gan­gen und bis 2011 aktiv, war eine höchst selt­sa­me Com­bo, deren Stil sich viel­leicht am ehe­sten als Expe­ri­men­tal­me­tal mit Dada-Ein­fluss beschrei­ben lässt, womit sie zeit­wei­se (cf. u.a. Sebkha-Chott und uneX­pect) nicht allein waren. Unter den zahl­rei­chen Abkömm­lin­gen von Slee­py­ti­me Goril­la Muse­um fällt die Band Free Sala­man­der Exhi­bit nicht nur durch einen recht ähn­li­chen Namen (der Weg zur Sala­man­der­aus­stel­lung vom Goril­la­mu­se­um ist kein wei­ter), son­dern ins­be­son­de­re auch durch eine hohe Über­ein­stim­mung der per­so­nel­len Beset­zung – lei­der gegen­wär­tig ohne Car­la Kihl­stedt – auf, so dass ich es ein­fach mal wage, Free Sala­man­der Exhi­bit als jüng­ste Qua­si-Reuni­on von Slee­py­ti­me Goril­la Muse­um zu benen­nen.

Im Jahr 2016 erschien nun also das Album „Unde­stroy­ed“. Wir sind noch nicht zer­stört. Passt, denn zer­stö­ren tun sie lie­ber selbst.

Free Sala­man­der Exhi­bit – Time Master

„Unde­stroy­ed“ – wenn auch bei Wei­tem nicht so durch­ge­knallt wie frü­he­re Alben aus dem Band­um­feld – wird beherrscht von viel­fäl­ti­gen Rhyth­men, sti­li­stisch bewegt man sich zwi­schen Math­rock und Metal mit dem alt­be­kann­ten Grow­ling, aber auch Can­ter­bu­ry ist dem Quin­tett nicht fremd, wie „The Keep“ her­aus­ra­gend beweist:

Der­zeit befin­det sich die Band mit illu­stren Zeit­ge­nos­sen wie Cheer-Acci­dent auf einer aus­ge­dehn­ten Tour­nee, es geht also hof­fent­lich noch wei­ter. „Unde­stroy­ed“ ist jeden­falls ein will­kom­me­nes Lebens­zei­chen einer refor­mier­ten Band, deren Fort­be­stand unbe­dingt wün­schens­wert ist.

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