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Kro­bak – Bro­ken // Dik­ta­to­ren mit Bär­ten, Frau­en mit Nägeln

Frühling, oh nein.Es ist Mon­tag, ein Tag, von dem eine Ent­frem­dung loh­nens­wer­ter scheint als von ande­ren Din­gen des Lebens. Es wird Früh­ling, die Hor­mo­ne trei­ben Unfug und das Drau­ßen­sein wird so auch ästhe­tisch wie­der zur Qual. Wohl dem, der drin sein kann und sich wundern.

Kei­nes­wegs drin ist EU-Bei­tritts­kan­di­dat Tür­kei, des­sen Häupt­lings stän­di­ge Prä­si­den­ten­schnapp­at­mung dazu führ­te, dass die dort Ver­folg­ten auch hier­zu­lan­de nicht mehr gern gese­hen sind: Das Innen­mi­ni­ste­ri­um bekämpft auch wei­ter­hin die Geg­ner des Isla­mi­schen Staa­tes, auf dass der Frie­de zwi­schen Deutsch­land und der Tür­kei auch wei­ter­hin nicht in Fra­ge ste­hen möge. Rich­tig machen es unse­re west­li­chen Nach­barn, die sich tra­di­tio­nell nur sehr ungern von einem bär­ti­gen Dik­ta­tor auf den Tul­pen­na­sen her­um­tan­zen las­sen. Nach der anste­hen­den Wahl in den Nie­der­lan­den, der der Rechts­po­pu­lis­mus nun wohl gelas­sen ent­ge­gen blicken kann, wird es dann wie­der aller­or­ten von den Dächern trom­pe­ten, die Nazis sei­en zu beliebt gewor­den. Wohl dem, der Ursa­che und Wir­kung nicht der Wirt­schaft zulie­be verwechselt.

Von der Welt­öf­fent­lich­keit zum Glück weit­ge­hend unbe­merkt wur­de aus dem Krei­se derer Twit­ter­frau­en, deren bis­he­ri­ge Lebens­lei­stung (in erster Linie näm­lich diver­se Twit­ter-Hash­tags) auf dem Geld ande­rer Leu­te errich­tet wur­de und die sich medi­al bis­lang vor allem mit gemein­sa­mem Nie­der­brül­len derer, die bes­ser sind als sie, her­vor­ge­tan haben, das „Femi­ni­sti­sche Netz­werk” gegrün­det. Inter­es­sant am Logo des „Femi­ni­sti­schen Netz­werks” fin­de ich, dass es drei sti­li­sier­te Hän­de von bena­gel­lack­ten und vor allem dün­nen Frau­en zeigt. Sind dicke Frau­en ohne Nagel­lack (oder gar, buäh!, femi­ni­sti­sche Män­ner) in Femi­ni­sten­krei­sen unbe­liebt? Ich fin­de das ziem­lich unter­drückend von den betei­lig­ten Frau­en, die damit zwei­fels­oh­ne dem Patri­ar­chat in die Hän­de spielen.

Min­de­stens genau so unan­ge­nehm übri­gens: Ohr­wür­mer von erschreckend okay­er Pop­mu­sik, die man eigent­lich gar nicht mögen dürf­te. Schnell ein Gegenmittel!

Kro­bak – Bro­ken (offi­cial video)

Guten Mor­gen.