ComputerIn den NachrichtenMir wird geschlecht
Es muss ja nicht immer alles über­wacht werden.

Das konn­te nie­mand ahnen: Über­wa­chungs­ka­me­ras die­nen der Über­wa­chung. Damit müs­se man ja rech­nen, wenn man im öffent­li­chen Raum unter­wegs ist, mag man­cher nun argu­men­tie­ren; allein: in all der smar­ten neu­en Welt ent­geht hier­bei das Wesentliche.

Neu­lich zum Bei­spiel hat jemand die Web­site von Bri­an Krebs mit einem gera­de­zu lächer­li­chen DDoS-Angriff von unge­fähr 620 Giga­bit pro Sekun­de nach­drück­lich aus dem Web geschubst. Das muss ja ein rie­si­ges Bot­netz gewe­sen sein, nehmt ihr jetzt zu Recht an – denn das ist es, und es ist nicht allein wegen sei­ner Grö­ße beein­druckend: Es besteht aus Haus­halts­ge­rä­ten und es wer­den immer mehr. Schon 2013 waren Bügel­eisen will­kom­me­ne Ein­falls­to­re für Schad­soft­ware, seit­dem hat sich bedau­er­li­cher­wei­se eini­ges am Markt­an­teil sol­cher klu­gen Gerä­te in die fal­sche Rich­tung verschoben.

Es wer­den ja auch immer mehr: Smar­te Ampeln. Smar­te Pla­stik­pe­nis­se. Die besten Smart­lam­pen des Jah­res. Pro Gerät gibt es unge­fähr zwei Sicher­heits­lücken. Prost Mahlzeit.

Der sicher­lich irgend­wie begründ­ba­ren Begei­ste­rung für das total ver­netz­te Heim tut sol­ches, bedau­er­lich!, nur wenig Abbruch, denn der Mist lässt immer neue klei­ne Fir­men, immer wei­ter gehen­de Heim­wan­zen den Markt über­ren­nen. Daten­schutz funk­tio­niert nur dann rich­tig, wenn man es (das Daten­schutz, A.d.V.) ver­in­ner­licht hat und es lebt. Wer sei­ne hei­mi­sche Klo­bür­ste vom Büro aus fern­steu­ern kann und nicht begreift, war­um er das kann, der macht es falsch.

Es ist nicht schwer für ein see­len­lo­ses Gerät, smar­ter als man­che Men­schen zu sein.


Aus der belieb­ten Rei­he „Der Femi­nis­mus bringt uns Din­ge bei“: Wer eine Frau, die eine Straf­tat began­gen hat, einer Straf­tat bezich­tigt, ist ein arm­se­li­ger, fei­ger Frau­en­ver­äch­ter.