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Terrorabwehr des Tages: Kleidungsvorschriften gegen das Böse

Endlich tut mal ein­er was:

Die Innen­min­is­ter der Union haben sich darauf geeinigt, die Vol­lver­schleierung in bes­timmten Bere­ichen zu ver­bi­eten. Dies betr­e­ffe beispiel­sweise Ein­rich­tun­gen des öffentlichen Dien­stes, im Straßen­verkehr oder bei Demon­stra­tio­nen, erk­lärte Lorenz Caffi­er, Min­is­ter­präsi­dent von Meck­len­burg-Vor­pom­mern am Nach­mit­tag vor Jour­nal­is­ten.

Wofür soll das denn gut sein? Etwa schon wieder für mehr Sicher­heit (“Wichtig sei es, (…) die Befug­nisse der Nachrich­t­en­di­en­ste zu stärken”, ebd.; denn nichts löst Sicher­heit­sprob­leme so effizient wie ein völ­lig frei drehen dür­fend­er Geheim­di­enst)? Mit­nicht­en:

Die Ablehnung der Bur­ka habe nichts mit Sicher­heit zu tun, son­dern mit gesellschaftlichem Zusam­men­halt, sagte Bun­desin­nen­min­is­ter Thomas de Maiz­ière. (…) Deutsch­land sei eines der sich­er­sten Län­der der Welt, so solle es auch bleiben, sagte der Min­is­ter.

Sicher­lich wer­den Übeltäter sich auch kün­ftig nicht trauen, beim Übel­tun eine Bur­ka zu tra­gen. Jet­zt müsste nur noch jemand Ter­ror­is­mus ver­bi­eten und schon ist der Frieden gesichert, zumin­d­est unser­er­seits. Bewaffnete Milizen mit staatlichem Auf­trag laufen, fahren und fliegen stattdessen im Aus­land herum, zum Beispiel, wie gewohnt im Wider­spruch zum Völk­er­recht, in Syrien.

Hat alles nichts mit nichts zu tun.