PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Pur­po­seful Por­poi­se – Cycles

ChrrrrrrEs ist Mon­tag, ab jetzt geht’s berg­ab. Das Sonn­tags­mit­ein­an­der erin­nert stets dar­an, wie sehr es das Leben auf­wer­tet und sich dadurch unver­zicht­bar macht. Stand up, stand up, stand up. Das Dasein als Apho­ris­mus, man woll­te es nicht anders. Attrak­ti­on macht Sprach­ge­fühl kaputt und das ist eigent­lich nur ein biss­chen furcht­bar.

Man könn­te es ja auch schlim­mer haben, man könn­te statt­des­sen Staats­be­such aus dem Iran bekom­men. Erst mal die beschnie­del­ten Sta­tu­en ver­stecken. Sonst glaubt der noch, Ita­lie­ner hät­ten eine auf­ge­klär­te Gesell­schaft.

Darf man 2016 eigent­lich noch von einer auf­ge­klär­ten Gesell­schaft reden? Da flie­gen immer­hin Hand­gra­na­ten auf Flücht­lings­hei­me, was ja nun nicht beson­ders zivi­li­siert wirkt; aber kei­ne Sor­ge, die Schul­di­ge ist vom Föje­tong schon ermit­telt wor­den: Frau­ke Petry (AfD) befür­wor­tet bewaff­ne­ten Grenz­schutz, was natür­lich kon­tro­vers dis­ku­tiert („AfD ver­bie­ten! Nazis auf’s Maul!“ usw.) wird, denn die Deut­schen sol­len bit­te­schön nett zu Leu­ten sein, die hier rein­wol­len. Ande­ren geht das ja auch immer noch nicht schnell genug: Der offen­sicht­lich nicht mehr völ­lig dich­te Nato-Gene­ral­se­kre­tär, ein Herr Stol­ten­berg, for­dert mehr deut­sche Berufs­mör­der beim Ein­satz gegen das Böse. Irgend­wo mehr Sol­da­ten hin­zu­schicken war bekannt­lich schon immer ein Garant für ein fried­li­ches Mit­ein­an­der.

Frie­den ohne staat­lich geför­der­te Gewalt­tä­ter kön­nen oder wol­len sie nicht, aber „orga­ni­sie­ren kön­nen die Deut­schen“ (Traudl Jun­ge, 2001) aller­dings, und dafür reicht es alle­mal: Hit­ler ist nun kein Ehren­bür­ger von Ueter­sen mehr. Das hat er nun davon.

Wir hin­ge­gen haben von die­sem Mon­tag auch Musik.

Pur­po­seful Por­poi­se – Cycles

Guten Mor­gen.