Im Forum von “heise online” vermeldete heute ein pseudonymer Nutzer, es brauche eine Alternative zur Suchmaschine von Google, denn “wir” könnten nicht “unser” gesamtes Wissen durch Google “vorfiltern” lassen. Wenn doch nur jemand eine zweite Suchmaschine und ein unabhängiges Nachschlagewerk erfände!
Einen zweiten Browser könnten “wir” übrigens auch mal brauchen. Bei Mozilla, einem der früher offensichtlichen Werbekunden von Google, hat man schon seit längerer Zeit ein gespaltenes Verhältnis zu Privatsphäre und Datenschutz; bei der Entscheidung zwischen letzteren Dingen und einer möglichst deppensicheren user experience fallen diese Kriterien mitunter auch völlig aus der Planung.
Ein häufiges Problem von Webnutzern ist es, sich all die komplizierten Kombinationen aus Benutzernamen und Passwörtern zu merken. Nicht jeder möchte eine separate Passwortverwaltung nutzen. Hierfür gibt es zum Beispiel den etablierten Dienst OpenID, der von vielen Websites unterstützt wird; viele Menschen besitzen bereits eine OpenID-Kennung, ohne es zu wissen. Mozilla aber fand, es sei den Benutzern nicht zuzumuten, Anmeldedaten über einen Server ihrer Wahl verifizieren zu lassen, und ersann Mozilla Persona, dessen einziger nennenswerter Unterschied zu OpenID darin besteht, dass es die Passwörter für 24 Stunden im Browser speichert, was für den Datenschutz sicherlich prinzipiell sehr hilfreich ist.
Nachdem Mozilla bekanntgegeben hatte, Persona wegen mangelnden Zuspruchs im November dieses Jahres einzustellen, musste natürlich eine selbstgestrickte Alternative her, deren schnelle Verbreitung von vornherein sichergestellt sein sollte. Das neue große Dingsbums nennt sich Firefox-Accounts, es wurde bisher vorrangig für den Dienst “Firefox Sync” verwendet und soll künftig die einzige Anmeldemethode für alles sein, was mit Mozilla zu tun hat. Verhindert wird damit die Trennung zwischen mehreren Pseudonymen (ein einzelner Benutzer von Mozilla-Produkten wird damit leichter identifizierbar), ebenso wird es nicht mehr möglich sein, sich mit einer beliebigen, nicht eindeutig zuordenbaren E‑Mail-Adresse zum Beispiel auf der Addons-Seite anzumelden.
Demnächst wird dann ein Mozilla-Entscheider vielleicht diese neue, hippe Funktion “Anmelden mit Facebook” entdecken. Das würde das Problem ja ein für allemal…


Dein Theme ist hässlich. Arrrrr! fsmaulalda? Was für ein selten bescheuerter Beitrag.
Hallöchen .tux!
Ähm… eine Alternative zu Google? Merkwürdig, ich habe hier derzeit 13 Suchmaschinen zur Auswahl, mit YaCy sogar eine eigene!
Ach?!
Alter, alleine dass du im Forum bei heise online liest … Voll nicht seriös!!! Und total daran vorbei konstruierst du dann so ’ne Kritik an Mozillas zigster dämlicher Idee irgendwas “as a service” anzubieten, anstatt damit weiterzumachen, was die mal gut konnten — also angeblich ja gute Software.
Check mal deine Privilegien
Hab’ ich — sind noch da!
Hm, könnte daran liegen, dass das dein Blog ist
So richtig geil finde ich ja, dass auf der mozilla-Webseite in großen Lettern geschrieben steht: „Firefox — Comitted to you, your privacy an open web“ und sie schämen sich noch nicht einmal. Sehr beruhigend fand ich den guten Schlangenöl-Trick, den „Do-Not-Track“-Schalter, … hilft bestimmt. Ja, ja privacy rules!. Und weil die Mozilla-Foundation ihre Grinse-Benutzer mit Quoten-Neger so gerne mag, haben sie Ihnen mit EME feinstes DRM zukommen lassen. Nervt ja auch immer diese Plugin-Scheiße beim Netflix gucken.
Bald gibts Klarnamenzwang. Dann kannste dich mit dem Perso anmelden