Bei Mozilla ist man trotz des Beharrens auf die Umsetzung von DRM — sonst müssten die Leute ihren gehypten Streamingscheiß ja über Chrome laufen lassen, und Firefox soll sich ja schon optisch nicht mehr von Chrome unterscheiden lassen — stolz auf seinen vermeintlichen Einsatz für ein freies, offenes Netz.
So stolz, dass die Firefox-Startseite mittlerweile dazu auffordert, auch allen Freunden davon zu erzählen, dass man so viel Wert auf Datenschutz und Privatsphäre legt, dass man sogar Firefox nutzt.
Zum Beispiel auf Facebook.


Wie man es doch immer wieder erlebt. Mir ist Datenschutz auch wichtig, das sollte ich gleich allen aus meiner Whatsapp gruppe über mein Iphone mitteilen.
Schön
Klar, nach Deinstallation der mitgelieferten AdWare (Hello, Pocket, DRM-Schrott und demnächst Suggested Tiles) und der Installation von uBlock, Ghostery und NoScript und dem verbieten von Drittanbieter Cookies sowie aktivieren von dem “Do Not Track” Feature hat man im Handumdrehen einen tollen Browser. Bekommt auch meine Oma hin.
Der Einbau von EME im Browser war eine Zwangslage für Mozilla, weil das Lobbypack von Netflix bis Google sich an HTML5 rangewanzt und Realitäten geschaffen haben, denen sich Mozilla nicht mehr verwehren konnte. Und das mit den “Specs” geht dann so: Erst mal alles in den Browser reinprogrammeren und anschließend zum w3c laufen und als Standard einfordern. “They shipped it an then they send the spec to the w3c”. Das Schlimme ist doch, dass den meisten Leuten alles scheiß egal ist, “Hauptsache läuft”. Die nehmen jeden DRM-Dreck in Kauf. Auf den Mozilla-Seiten liest man immer noch: “Ihnen, ihrer Privatsphäre und einem offenen Web verpflichtet”. Da kann man gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.