Es ist Montag. Ein Blick nach links und lächeln. Zumindest war es diesmal kein Traum. Das Käuzchen schweigt und genießt, das Leben kann beginnen.
Allmählich verdaut man dann auch, was letzte Woche außer den erneuten Anschlägen in Frankreich, unserem Nachbarland mit scharfer Vorratsdatenspeicherung zur effizienten Gewaltprävention, mitsamt dringend erforderlichen Belanglosigkeiten noch geschah. Endlich wurde wieder jemand getötet, damit das Töten aufhört. Der unbewaffnete neunjährige Autist hingegen, der unlängst von der US-amerikanischen Polizei erschossen wurde, war gar nicht bedrohlich. Hoppla! Aber solche Fehler können ja mal passieren in dieser verrohten Gesellschaft, die nach der Überwindung von Lesesucht, die im 19. Jahrhundert unser Miteinander gefährdete, und Fernsehen, das im 20. Jahrhundert unser Miteinander gefährdete, inzwischen durch Smombiefizierung gefährdet wird. Das Jugendwort des Jahres erkennt man ja normalerweise daran, dass es niemand benutzt.
Unverzeihlich ist es hingegen, wenn auf Müllermilch eine Dunkelhäutige prangt. Allein der Name schon — “Schoko”! Das heißt doch jetzt Farbigolade. Gegen einen muskulösen dunkelhäutigen Musiker hätte man aber wahrscheinlich nichts gehabt. Die werden ja nicht diskriminiert dadurch.
Man weiß schon gar nicht mehr, was man noch zeigen soll. Menschen jedenfalls nicht.
Dann eben Elektrodingsbums.
Guten Morgen.



Genau mein Musik Geschmack
Paul Kalkbrenner ist genial, kennst Du?
Is mir zu langweilig.