LyrikPersönliches
Sie. (Fragment 9 dreiföddel)

„Kisses for me, save all your kis­ses for me.“
– Brotherhood of Man: Save Your Kisses For Me


… Er wuss­te nicht, was all das zu bedeu­ten hat­te. Sicher, er hat­te vie­les falsch gemacht. Sie hat­te ihm bei­gestan­den, er hat­te es ihr nie gedankt; schlim­mer noch: er hat­te nie ver­stan­den, selbst bei­zu­ste­hen. Aber war sie nicht schon so oft fort gewe­sen, hat­te er nicht trotz­dem nie lan­ge auf sie ver­zich­ten müssen?

Diesmal schien es anders, so lan­ge waren sie sel­ten getrennt. Etwas schien zu glü­hen, als er einen kur­zen Blick auf sie erha­schen konn­te. War sie in der kur­zen Zeit noch schö­ner gewor­den? Dennoch mied sie ihn. Es war ein sau­be­rer Abgang, natür­lich, etwas ande­res konn­te man ihr kaum nach­sa­gen, aber es war trotz allem ein Abgang. Der Tag der toten Ente. Er wur­de nicht schlau aus ihr.

Sie wür­de ihn nie­mals sei­nem Schicksal über­las­sen, des­sen war er sich sicher. Trotz allem war da immer mehr gewe­sen als ein Nebeneinanderleben, jeden­falls hat­te er das immer gehofft. Nun aber war es zum ersten Mal sie, die ihn brauch­te; und er hat­te wie­der ein­mal versagt.

Sie hat­te die ver­meint­lich letz­te offe­ne Tür zuge­schla­gen. Er fühl­te sich allein. Aber gera­de, als er den Faden für geris­sen hielt, tauch­te sie wie­der auf. Wenige Zeilen genüg­ten, die ihn zum Strahlen brach­ten, weil sie von ihr kamen, bevor sie wie­der ver­schwand und ihn mit all den Monden allein ließ.

Sein Harren blieb ziel­los. Was soll­te er tun? …


„Es ist mir abso­lut egal, ob du nur noch mit mir spielst; tu, was du willst.“
– Die Ärzte: Mach die Augen zu

Senfecke:

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