In den NachrichtenMontagsmusik
Por­ti­co Quar­tet – Ruins

Guten MorgenEs ist so was von Mon­tag, das glaubt ihr gar nicht. Die­ser Tag kämpft mit har­ten Ban­da­gen; noch här­ter als Mat­thi­as Beer­mann, der sich am Frei­tag in der „Rhei­ni­schen Post“ dar­über beklag­te, die „deut­sche See­le“ sei zer­fres­sen von einem „Arg­wohn gegen Ame­ri­ka“, was durch den „völ­lig irra­tio­na­len Kreuz­zug gegen TTIP“ (alle­samt: ebd.) belegt wer­den kön­ne. Ich schla­ge den „Orden wider den tie­ri­schen Ernst“ für Mat­thi­as Beer­mann, einen Troll son­der­glei­chen, vor.

Frei­heit hat ihren Preis. Auch ziem­lich teu­er war übri­gens der „neue“ Ber­li­ner Flug­ha­fen. Auf­grund von Sta­tik­pro­ble­men könn­te es sein, dass er spä­ter fer­tig wird als, sagen wir, GNU/Hurd. Frü­her hätt’s das nicht gege­ben, da hät­te man das den Pro­fis über­las­sen. Ande­res übri­gens auch: Sau­di-Ara­bi­en ist bei den UN nun für Men­schen­rech­te zustän­dig, Sad­dam Hus­sein war lei­der gera­de unpäss­lich.

Kapi­tu­liert haben auch Ande­re, zum Bei­spiel die drei Her­ren von Por­ti­co, die 2013 ihr vier­tes Mit­glied, das „Quar­tet“ im Band­na­men und ihre musi­ka­li­sche Aus­rich­tung ver­lo­ren haben und 2015 mit „Living Fields“ ein schnarch­lang­wei­li­ges Elek­tro­po­p­al­bum auf den Markt schmis­sen. Ihre Vor­gän­ger­band indes hin­ter­ließ man­ches Juwel der zeit­ge­nös­si­schen Jazz­mu­sik, zum Bei­spiel „Ruins“.

Welch tref­fen­der Titel für einen Mon­tag­mor­gen, welch ver­rück­te Benen­nung ange­hörs des Wohl­klangs!

Por­ti­co Quar­tet – Ruins

Guten Mor­gen.